Fr, 17. August 2018

Itzling

10.11.2015 13:47

Nachspiel beim ASV-Skandal

Undurchsichtige Bargeldbehebungen, Steuergelder, die nicht für Sanierungen eingesetzt wurden und Privateinkäufe wirft das Kontrollamt der Stadt der Ex-ASV-Führung vor, der Fall liegt bei der Staatsanwaltschaft, die "Krone" berichtete. Nun wird dringend mehr Kontrolle gefordert, so ein Fall darf nicht mehr passieren.

Die Erkenntnisse des Kontrollamtes sind unglaublich: Im ASV ließ sich der Ex-Vizepräsident im Privathaus Zaun und Tor auf Vereinskosten bauen. Präsident und Vize behoben von Konten insgesamt 425.014 Euro, für die Verwendung und den Empfänger gibt es keine Belege. Vom Sportministerium und der Stadt kamen zweckgebundene Subventionen für den Ausbau und die Sanierung der Sportanlagen. Doch der Präsident und der Vize behoben in einem Monat satte 157.000 Euro, das Geld kam nie dort an, wo es hin sollte. Und der Vizepräsident machte Goldbarren aus einem Depot zu Geld und zahlte den Erlös am ASV-Konto ein, über das dann auch Leasingraten und Versicherungsprämien für ein Wohnmobil liefen. Die Liste ließe sich lange fortsetzen, der Staatsanwalt ermittelt längst, die neue Vereinsführung, die mit den Machenschaften nichts zu tun hat, muss nun mühevoll aufräumen.

Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Heute Dienstag steht der Bericht auf der Tagesordnung des städtischen Kontrollausschusses und da gibt es die nächste Aufregung: Die Sitzung im Beisein des neuen Vorstandes wurde vom FPÖ-Vorsitzenden auf Empfehlung des Kontrollamtes als nicht öffentlich erklärt - für Bürgerliste-Gemeinderätin Ingeborg Haller unmöglich: "Die Vorgänge haben hinter verschlossenen Türen stattgefunden, der alte Vorstand hat die Prüfung über zwei Jahre verzögert und jetzt soll die Öffentlichkeit auch noch bei der Aufarbeitung ausgesperrt werden? Die Aufarbeitung der Vorgänge des ASV-ASKÖ Salzburg muss mit absoluter Transparenz stattfinden, um in Zukunft solche Entwicklungen zu verhindern."

Und die NEOS fordern eine einheitliche und zentrale Förderstelle von Stadt und Land: "Diese soll mit einer unabhängigen und von der Politik weisungsfreien Fachjury besetzt sein. Somit würde für jedes Ansuchen nur eine Subvention ausgezahlt, was die Subventionskontrolle massiv vereinfachen würde", fordert Klubchef Christoph Starzer.

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