08.06.2006 18:49 |

Wien-Besuch

3000 Polizisten bewachen US-Präsident Bush

Wenn die Air Force One Dienstagabend in einer Woche landet und US-Präsident George W. Bush erstmals österreichischen Boden betritt, beginnt eines der größten Sicherheits-Unternehmen der vergangenen Jahrzehnte. 3000 Polizisten sind zur Bewachung abgestellt, Teile von Wien werden zur "autofreien" Zone.

Amerikas Staatschef gilt als meistgefährdetster Mensch der Welt. Kein Wunder also, dass für seinen Besuch nichts dem Zufall überlassen wird. Eine Abordnung von Agenten hat schon im Vorfeld praktisch alles inspiziert. Außerdem sollen nächste Woche mehrere Transportmaschinen mit Ausrüstung für den präsidialen Besuch, wie gepanzerte Limousinen, eine Gangway für die Air Force One, aber auch eigene Toiletten, landen. Für den Transport steht eine Lastwagen-Flotte bereit.

Auch die Hofburg als Tagungsort des EU-Amerika- Gipfels sowie das noble Wiener Innenstadt-Hotel "Intercontinental" gleicht einer Hochsicherheitszone. Die Etage des Präsidenten-Ehepaares wird so wie in einer Botschaft zum exterritorialem Hoheitsgebiet. Bewacht nur von amerikanischen Sicherheitsleuten. Und: In einigen Straßenzügen herrscht "autofreie Zone". Jeder, der dort parkt, wird abgeschleppt. Zeit zum Sightseeing hat übrigens nur First Lady Laura.

VON CHRISTOPH BUDIN

Donnerstag, 17. Juni 2021
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