Mo, 23. Juli 2018

164.000 Euro Schaden

29.10.2015 17:47

Mit falschen Identitäten Handyverträge erschlichen

Der Prozess in Graz beginnt mühsam. Obwohl es ganz simpel sein könnte. Mit falschen Daten wurden Neuverträge bei Mobilfunkbetreibern abgeschlossen und teure Handys bestellt. Die Brüder haben die Pakete dann entgegen genommen. Eindeutig identifiziert von Zustellern, überführt vom eigenen Navi. Und trotzdem glaubten sie vor Gericht, sich dumm stellen zu können. Ein Irrtum…

153 Angriffe, mindestens 164.000 Euro Schaden. "Mit falschen Daten und falschen Ausweisen wurden bei Mobilfunkbetreiber Neuverträge abgeschlossen und dann Handys, ipads und Computer bestellt", erklärt Staatsanwältin Nina Ollinger am Donnerstag. An den Adressen, die bei den Bestellungen angegeben wurden, wartete dann bereits im Nahbereich das rumänische Brüderpaar Florin (27) und Alexandru (25) auf die Zusteller.

"Aurel" wars
"Ein gewiefter Plan", meint Richter Stefan Koller. "Wie oft haben Sie Pakete angenommen? Was schätzen Sie? Waren es ein paar oder ganz viele?", will er vom Älteren wissen. "Nein, ganz viele waren es nicht. Nur so elf, zwölf." Ein gewisser "Aurel" hätte sie quasi dazu gezwungen und sie hätten außerdem dringend Geld gebraucht. Weil "Aurel" in Rumänien im selben Dorf wohnt, hätten sie Angst vor seiner Rache gehabt.

Plötzlich geständig
Nach dem mahnenden Hinweis des Richters, dass man so aber kein mildes Urteil bekommen werde, weil eine geständig Verantwortung anders aussehe und einer Beratung mit den Anwälten gibt’s dann plötzlich unter Tränen Geständnisse. "Wir wollen nur zu unseren Familien."

Die (nicht rechtskräftigen) Urteile für beide: drei Jahre, davon eines unbedingt.

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