04.06.2006 16:03 |

100.000 Gläubige

Papst feiert Pfingstmesse am Petersplatz

Mit rund 100.000 Gläubigen hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag die Pfingstmesse auf dem Petersplatz gefeiert. Der Papst erklärte, mit der Sendung des Heiligen Geistes habe die Mission der Kirche in der Welt begonnen. Und er warnte vor egoistischem Handeln: "Der Stolz und der Egoismus des Menschen führen immer zu Spaltungen, sie ziehen Mauern der Gleichgültigkeit hoch, des Hasses und der Gewalt".

"Der Heilige Geist hingegen macht es den Herzen möglich, die Sprachen aller zu verstehen und stellt eine Brücke authentischer Kommunikation zwischen dem Himmel und der Erde her", sagte der Papst. Die Kirche sei von Anfang an universal und missionarisch gewesen, sagte Benedikt XVI. Für die Glaubenden gebe es keine Grenzen von Rassen, Kulturen, Raum oder Zeit.

Das Wort Pfingsten geht auf das griechische Pentekoste zurück, zu Deutsch: der Fünfzigste, und bezeichnet den fünfzigsten Tag nach Ostern. Nach christlicher Überlieferung haben zu Pfingsten die Apostel den Heiligen Geist empfangen. Laut Apostelgeschichte wurden die Jünger dabei von der Fähigkeit erfüllt, von Angehörigen aller Nationen in ihrer Muttersprache gehört und verstanden zu werden.

Am Samstag hatte der Papst mehr als 400.000 Anhänger der so genannten "neuen geistlichen Bewegungen" auf dem Petersplatz empfangen. Es war eines der größten Treffen von Gläubigen in Rom seit dem Tod von Papst Johannes Paul II. im April 2005. Unter den Anhängern der über 120 teilnehmenden Bewegungen waren vor allem viele junge Leute.