Beim Reizwort „Happy Hour“ sieht Primar Fischer rot: „Da werden junge Leute absichtlich rasch hoch berauscht. Dann fehlt ihnen die Kritikfähigkeit, und sie konsumieren weiter teure Getränke. Es fehlt ja nur noch, dass die Wirte sagen, sie machen diese Billiggelage nur, weil sich die armen Teenager die teuren Getränke sonst nicht leisten könnten.“
Schnaps für Schüler
Und: „Wir müssen jene bestrafen, die Teenagern Alkohol geben. In den USA verkauft sicher niemand Minderjährigen Alkohol, weil er sonst sofort die Geschäfts-Konzession verliert“, sagt Fischer. Bei uns ist es kein Problem für Kinder, Alkohol zu kaufen: In Eferding und Attnang-Puchheim bekamen Schüler in jedem zweiten Laden Bier und Schnaps.
Dass heute die Teenager früher trinken, bestreitet Alkohol-Primar Fischer: „Früher war niemand für dieses Thema sensibilisiert. Die Kinder bekamen Most für den Durst, und bis 1960 gab es nicht einmal eine Promillegrenze im Straßenverkehr. Die Jugendlichen von damals leben jetzt ihren Kindern Alkoholkonsum im Alltag vor. Und die Kinder kopieren ja bekanntlich ihre Umgebung.“
Alkoholkonsum ist Nullsummenspiel
Übrigens, laut einer Berechnung ist der Alkoholkonsum ein Nullsummenspiel: Unfallfolgen, Therapie oder Arbeitsausfälle kosten die Volkswirtschaft gleich viel, wie sie über den Verkauf von Bier, Wein und Schnaps verdient.
Foto: gespag













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