Mo, 24. September 2018

Vordernberg & Spital

28.07.2015 16:24

Gute Stimmung trotz voller Flüchtlingsquartiere

Und wieder einmal ist das "Haus am Semmering" in Spital proppevoll: Nachdem über Nacht ein paar Dutzend Flüchtlinge hinzukamen, wurde die 100er-Marke am Dienstag abermals überschritten. Auch in Vordernberg verzeichnet man Höchststände. Die betroffenen Ortschefs behalten dennoch einen kühlen Kopf.

Obwohl es eine Vereinbarung mit dem Bund gibt, dass am Semmering maximal 50 Flüchtlinge untergebracht werden dürfen, sind aktuell wieder 100 Hilfesuchende da. Bürgermeister Reinhard Reisinger schlägt dennoch nur leise Töne an: "Kennt man die Bilder aus Traiskirchen, kann man sich ja nur ruhig verhalten."

Gelungene Integration in Vordernberg
Schauplatzwechsel Vordernberg. Auch der hiesige Ortschef Walter Hubner stellt Menschlichkeit über lokale Egoismen. Waren lange Zeit nur eine Hand voll Schubhäftlinge da, verzeichnet man jetzt einen Höchststand nach dem anderen: "Heute haben wir 120 hier, unlängst waren es 170. Die Bevölkerung trägt das aber mit", sagt Hubner.

Kürzlich hat die Gemeinde sogar noch 66 weitere Flüchtlinge in einem leerstehenden Haus aufgenommen. "Auch hier läuft’s gut. Wir geben den Menschen kleinere Arbeiten, sie dürfen begleitet in die Turnhalle, die Pfarre bietet Deutschkurse an.“

Spießrutenlauf in ungewisse Zukunft
So könne man den Flüchtlingen zumindest für kurze Zeit ein wenig Stabilität bieten. Denn, so Spitals Bürgermeister Reisinger: "90 Prozent der Leute sind von heute auf morgen wieder verschwunden". Verzogen nach "Unbekannt". . .

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