Do, 20. September 2018

Falscher Alarm

02.07.2015 17:14

Navy-Basis: Kein Hinweis auf einen Schützen

Bei einer Kommandozentrale der US-Marine in Washington ist es am Donnerstagvormittag zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Laut CNN wurde ein bewaffneter Mann gesehen, ein Anrufer berichtete sogar von Schüssen. Das Gelände war stundenlang abgeriegelt, die Ermittler konnten allerdings keinen Hinweis auf einen eingedrungenen Schützen finden. Der "Lockdown" wurde wieder aufgehoben. Auf der Basis hatte im September 2013 ein psychisch kranker 34-Jähriger zwölf Menschen erschossen, bevor er selbst getötet wurde.

Am Donnerstagmorgen war die Marinebasis abgeriegelt worden, nachdem angeblich ein Bewaffneter auf dem Gelände gesehen worden war. Auch sollen Schüsse zu hören gewesen sein. Die Basis sei zumindest teilweise evakuiert worden, berichtete der Sender NBC. Fernsehbilder zeigten zahlreiche Einsatzfahrzeuge und abgesperrte Straßen in der Gegend.

Nachdem das Gelände für mehrere Stunden abgesperrt worden war, gab die Polizei am Donnerstagnachmittag schließlich Entwarnung. Man habe keine Hinweise auf einen Schützen gefunden. Das Gebäude 197, in dem das Massaker vor zwei Jahren stattgefunden hatte, war von den Ermittlern durchsucht worden, auch das FBI war vor Ort gewesen. Laut CNN hatte ein Anrufer bei der Polizei Schüsse im zweiten Stock gemeldet.

Sprecher: "Keine Opfer, kein Schütze"
Ein Sprecher des Navy Yard genannten Areals erklärte dem Radiosender CBS, es habe keine Opfer gegeben und es sei auch kein Schütze entdeckt worden. Die Feuerwehr von Washington DC betonte ebenfalls, es habe keine Verletzten gegeben.

Passanten twitterten Bilder der Szenerie:

Navy Yard beherbergt Kommando- und Verwaltungsstellen
Der Navy Yard ist eine mehr als zwei Jahrhunderte alte Küstenanlage der Marine am Anacostia River und diente einst als Waffenfabrik und Werft. Heute beherbergt das Gelände verschiedene Kommando- und Verwaltungsstellen, darunter das Büro des Admiralstabschef der Navy und ein Militärgericht. Das Areal befindet sich etwa zwei Kilometer südöstlich des Kapitols und wird von einem Wohngebiet und einem Baseballstadion umgeben.

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