Sa, 21. Juli 2018

Horrorunfall

22.04.2006 12:41

Toter, Verletzte und Chaos auf der A2

Die Aufräumarbeiten nach dem folgenschweren Lkw-Unfall am Freitag auf der Südautobahn bei der Auffahrt Mödling, haben mehr als acht Stunden gedauert. In Fahrtrichtung Wien dauerte die Sperre bis gegen Mitternacht. Am Nachmittag waren zwei Lkw und ein Pkw in Flammen aufgegangen, ein Mann, dessen Identität noch unklar ist, starb, die beiden anderen Lenker erlitten schwerste Verbrennungen.

Die Wracks wurden von der Staatsanwaltschaft zur Untersuchung beschlagnahmt. Die ausgebrannten Fahrzeuge wurden mit Hilfe eines Krans auf Tieflader verladen. Dabei musste immer wieder Löschschaum eingesetzt werden, um die von den - zum Großteil vernichteten - Nitro -Dosen weiterhin ausgehende Brandgefahr zu bannen.

Insgesamt hat die Feuerwehr bei den Löscharbeiten mehr als 900 Liter Schaummittelkonzentrat eingesetzt, das dem Wasser beigemengt wurde. Neben den drei hauptbeteiligten Fahrzeugen waren vier weitere Pkw in den Unfall involviert.

Lkw-Fahrer war unachtsam
Zum vermutlichen Unfallhergang teilte die NÖ Sicherheitsdirektion mit, dass der 48-jährige Lenker eines mit Nitroverdünnung und anderen chemikalischen Stoffen beladenen Lkw mit Anhänger übersehen haben dürfte, dass zwei vor ihm auf dem ersten Fahrstreifen fahrende Kfz - ein Klein-Lkw und ein Pkw - ihre Geschwindigkeit verkehrsbedingt verringert hatten. Bei dem Kraftfahrer handle es sich um einen in Wien wohnhaften, gebürtigen Jugoslawen.

Der Gefahrengut-Transporter stieß mit hoher Wucht gegen den Lkw und den Pkw. Der Lenker versuchte noch, ein Auffahren zu vermeiden, indem er das Schwerfahrzeug in Richtung Betonmittelleitwand lenkte. Bei diesem Ausweichmanöver kollidierte der Laster mit der Betonwand und stürzte samt Anhänger um. Unmittelbar danach kam es auf Grund der leicht entzündlichen Fracht zu einer Explosion und in weiterer Folge zum Vollbrand der drei Fahrzeuge.

Unfall-Freitag
Schon zuvor hatte es einige Unfälle gegeben, die für Staus sorgten. Auf der Tangente am Laaerbergtunnel sowie am Absbergtunnel, was allein schon für kilometerlange Stauungen sorgte.

Und auf der A2 Richtung Wien ist zwischen Guntramsdorf und Traiskirchen der Anhänger eines Kieslasters umgestürzt, dort war nur eine Spur frei.

Livebilder vom Unfallort gibt's über die Staukamera der Asfinag rechts in der Linkbox!

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