28.06.2015 18:06 |

Chlor im Badesee

Unterschriftenaktion gegen die Sperre von Rutschen

Friss oder stirb! Mit diesem Dilemma sehen sich Betreiber aller Wasserrutschen mit Landebecken an den Badeseen konfrontiert. Denn die neue Hygieneverordnung des Bundes zwingt sie zur Verwendung von Chlor im See. Andernfalls müssen sie die Rutsche sperren. Die Stadt Klagenfurt startet eine Unterschriftenaktion.

Seit die „Krone“ im Mai erstmals über die Sperren von Rutschen berichtete, wird heiß diskutiert.Vor allem im Klagenfurter Strandbad mit der Riesenrutsche (114 Meter) rauchen die Köpfe. „Chlor ist auf jeden Fall kein Thema!“, stellt Reinhold Luschin von den STW einmal mehr fest.

Einzige Alternative: Das Landebecken – das zum Schutz der Kinder dient – nach der Saison so umzubauen, das es nicht als Becken definiert werden kann.

Vielleicht muss das aber nicht sein: Die Stadt wird beim Strandbad eine Unterschriftenaktion durchführen. „Denn das ist eine Schnapsidee. Man muss sich fragen, wem das einfällt“, so Vizebürgermeister Christian Scheider, der auch den Stadtsenat damit befasst.

Auch der Kärntner Touristiker Siggi Neuschitzer will gegen diese „Idiotie“, wie er es nennt, vorgehen.

„Wir verkaufen Kärnten als Land der Seen, und dann sollen wir Trinkwasser chloren. Wir machen uns nur lächerlich.“ Er sieht auch eine Gefahr für den Tourismus. „Wenn die Urlauber auf gesperrte Rutschen treffen, kommen sie nicht wieder.“

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