So, 24. Juni 2018

Letzte Ruhe im All

20.04.2006 13:39

Russen haben Friedhof auf dem Mond geplant

Wie erst jetzt bekannt geworden ist, hatten die Russen den Plan, ihren eigenen Mond-Friedhof anzulegen. Der erste Mensch im Weltall, Juri Gagarin, hätte während seiner geplanten Mondlandung den Totengräber spielen sollen. Der skurile Plan ist aber durch die erfolgreiche Apollo-Mission der NASA durchkreuzt worden.

Vor 45 Jahren flog Juri Alexejewitsch Gagarin als erster Mensch ins Weltall. Dort blieb er genau 108 Minuten und wurde für diese Pioniertat mit Orden und Ehrentiteln überhäuft. Beinahe hätte er auch für die erste Beisetzung eines Erdenbürgers auf dem Erdtrabanten gesorgt: Gagarin sollte dort die Asche von Sergej Koroljow vergraben. Dieser Mann, auch "Vater der sowjetischen Raumfahrt" genannt, war Raketen-Chefkonstrukteur und starb 1966.

Kreml hatte keine Ahnung
Für sein außerirdisches Grab gab es einen Geheimplan. Der war so streng unter Verschluss, dass ihn nicht einmal das allmächtige Zentralkomitee in Moskau kannte. Nur ein kleiner Kreis von Kosmonauten sei eingeweiht gewesen, sagt einer, der es wissen muss: der ehemalige Sowjet-Raumfahrer Alexej Leonow.

Nach den geheimen Plänen sollte die Urne Koroljows 1968 in den Kosmos geschmuggelt werden, und zwar an Bord eines ganz speziellen Raumschiffs: In jenem Jahr wollten die Russen als Erste auf dem Mond landen. Doch der ehrgeizige Plan scheiterte. Mit erst 34 Jahren verunglückte Gagarin tödlich, als er am 27. März 1968 bei einem Übungsflug mit seinem Jet abstürzte. Zudem wurde es nichts mit Russlands Mond-Mission. Diesen Wettlauf gewannen die USA - am 21. Juli 1969 betrat Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.

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