Di, 21. August 2018

Hinkley Point

23.06.2015 11:03

Österreich klagt gegen AKW-Finanzierung

Die österreichische Regierung hat am Dienstag offiziell ihre Klage gegen die Finanzierung des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point beschlossen. Formal einbringen werde man sie am kommenden Montag, gaben Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner im Pressefoyer nach dem Ministerrat bekannt.

Faymann sieht in der Klage auch eine "symbolische Bedeutung", denn Österreich signalisiere damit den Ländern, die aus der Atomkraft aussteigen, Unterstützung. Mitterlehner betrachtet die Klage als Chance, die EU dazu zu bringen, "die Kostenfrage bei Atomkraftwerken intensiver zu diskutieren". Denn "bei einem Atomkraftwerk verhält es sich wie beim Roulettespielen, wo Sie 1.000 Euro für das Los zahlen und 100 Euro gewinnen können", da das Gesamtrisiko "unverhältnismäßig groß" sei.

Die britische Regierung plant, den Ausbau des Atomkraftwerkes mit 23 Milliarden Euro zu subventionieren. Die frühere Europäische Kommission unter Jose Manuel Barroso hat dies genehmigt. Aus Sicht Österreichs sind alternative Energieformen förderungswürdig, nicht aber die Kernkraft. Außerdem wurde der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung ins Spiel gebracht.

Erster AKW-Neubau in Großbritannien seit Jahrzehnten
Großbritannien betonte demgegenüber, dass die Investitionen notwendig seien, um den Strombedarf des Landes auch in den nächsten Jahrzehnten decken zu können. Hinkley Point C ist der erste AKW-Neubau in Großbritannien seit Jahrzehnten und Teil des Vorhabens, ältere Reaktoren, die in den nächsten Jahren stillgelegt werden sollen, zu ersetzen. Auch andere Länder und Akteure wollen gegen das grüne Licht der EU-Kommission für Subventionen klagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Nein! Einfach nein!“
Alec Baldwin entsetzt über sexy Pic seiner Tochter
Stars & Society
Caritas schlägt Alarm
Jeder fünfte Schüler ist von Armut bedroht
Österreich
Ärger vermeiden
Hitze-Sommer: Heiße Debatte um Klimaanlagen
Bauen & Wohnen
Vorfreude auf Klum
Vorarlberger Artisten proben für Show-Sensation
Stars & Society
„Unvergesslich“
Seheerans Audienz bei Zlatan: Genie trifft Gott
Fußball International
Heute Play-off
Salzburg im CL-Modus: „Frühjahr ist ein Bonus“
Fußball International
Doppelbelastung & Co.
So kann sich Rapid Europa nicht leisten
Fußball International
Premier League
Liverpool gewinnt bei Crystal Palace
Fußball International
Deutscher Cup
Last-Minute-Tore retten Dortmund vor Blamage
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.