So, 19. August 2018

"steirischer herbst"

17.06.2015 15:24

Gleichzeitig nach vorne und zurück

Mit einem prallen Programm unter dem Motto "Zurück in die Zukunft" lockt der "steirische herbst" von 25. September bis 18. Oktober. Zur Eröffnung wartet mit "Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen"ein Musiktheaterexperiment von Johannes Maria Staud und Josef Winkler in der Grazer List-Halle.

Auch wenn das Jahresmotto "Back to the Future – Zurück in die Zukunft" eher Erinnerungen an schräge Kinofilme wachruft, geht es Veronica Kaup-Hasler und ihrem Team im weitesten Sinn um das "Erbe" – um das, was wir von unseren Vorfahren erhalten haben, und um das, was wir weitergeben. "Der ,steirische herbst‘ blickt 2015 gleichzeitig intensiv zurück und nach vorne", betont die Intendantin im umfangreichen Programmheft des Festivals, das einmal mehr zahlreiche bekannte Gesichter und Namen mit einigen Neuentdeckungen vereint. So stoßen im Performancebereich Produktionen von Mariano Pensotti, Rimini-Protokoll, dem Nature Theater of Oklahoma und dem Theater im Bahnhof auf Arbeiten des jungen Belgiers Tom Struyf, der österreichischen Gruppe Nesterval oder des Franzosen Joris Lacoste.

Eröffnung und Schlusspunkt
Zur Eröffnung haben sich der Komponist Johannes Maria Staud und der Autor Josef Winkler gefunden, die gemeinsam ein Musiktheaterexperiment über Kunst, Surrealismus, Publikumsbeschimpfung und Kindheitsmotive wagen. Den Schlusspunkt setzt ebenfalls ein wohlbekannter Name: Anne Teresa de Keersmaeker mit ihrer Compagnie Rosas.

Zentrales Festivalzentrum
Das Festivalzentrum liegt heuer ausgesprochen zentral, es ist im GrazMuseum untergebracht. Hier wird vom italienischen Architektenkollektiv "orrizontale" nicht nur ein gewisser Retro-Futurismus zelebriert, hier sind auch die von Tessa Giblin kuratierte große Ausstellung "Hall of Half-Life" beheimatet, ein künstlerisches und feministisches Nagelstudio von Phoebe Davies, Kommentare zur permanenten GrazMuseum-Schau vom Iren Gerard Byrne und Joachim Hainzls "Archiv des weggeworfenen Wissens". Auch die Mittwochs-Konzerte finden im GrazMuseumstatt, die etwas größeren samstäglichen – etwa mit den "Buben im Pelz" oder den "Young Fathers" – hat man in den Space04 ins Kunsthaus verlegt.

Hart, Leoben und Vordernberg
Eine intensive Kooperation gibt es heuer mit Leoben und Vordernberg, wo Performances, Konzerte und Ausstellungen stattfinden. Und auch in der Problemgemeinde Hart bei Graz ist einer der "herbstlichen" Spielorte zu finden.

Fixpunkte im Programm
Fix im Programm sind natürlich wieder die vielen Ausstellungen in den Grazer Galerien und Institutionen, das renommierte "musikprotokoll", und viel Theorie und Diskurs bei der "herbst"-Akademie, mehreren Workshops, dem virtuellen Tagebuch "Randnotizen" et cetera, et cetera.

Alle Infos und Tickets hier

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