Mo, 24. September 2018

Nach 45-Sekunden-Aus

17.06.2015 08:29

Jauch: "'WWM' ist ja keine Wohltätigkeitssendung"

Die "Wer wird Millionär?"-Folge vom Montag hat hohe Wellen geschlagen. Der Grund: Studentin Tanja Fuß scheiterte als erste Kandidatin in den 16 Jahren der Quizshow an der 50-Euro-Frage und musste nach 45 Sekunden Spielzeit den Saal wieder verlassen. Und viele fragen sich: Warum hat Günther Jauch der 20-Jährigen nicht geholfen?

Über sie hat nach Montagabend jeder gesprochen: Tanja Fuß, die als erste Kandidatin überhaupt an der 50-Euro-Frage bei "Wer wird Millionär?" gescheitert ist. Viele Zuschauer hatten Mitleid mit der Studentin, diskutierten im Netz darüber, ob Günther Jauch der 20-Jährigen nicht helfen hätte müssen.

Doch was sagt der Moderator dazu? "Es liegt in der Natur der sozialen Medien, dass nicht nur gegensätzliche, sondern auch absolut extreme Meinungen vertreten werden", erklärt Jauch gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Deshalb macht man es für einen Teil der Netzgemeinde ohnehin immer falsch."

Warum er Tanja Fuß nicht half, das erklärt Jauch dann so: "'Wer wird Millionär?' ist ja von Haus aus keine Wohltätigkeitssendung, in der es eine Garantie auf leistungslose Gewinne gibt. Wenn ich jedem automatisch bei jeder Antwort über die Hürde helfe, ist der Reiz der Sendung dahin. Die Kandidatin hatte ja mehr als eine Möglichkeit, sich zu korrigieren."

"Die Leute müssen erst mal selbst auf dem Stuhl sitzen"
Zur Reaktion seiner Kandidatin auf das verpatzte Spiel findet Jauch aber nur lobende Worte. "Sie hat doch nach der falschen Antwort alles richtig gemacht. Sie hat fröhlich erklärt, dass sie jetzt um eine Erfahrung reicher sei. Damit ist sie auch nicht fürs Leben blamiert. Im Gegenteil: Sie hat für die Enkel eine schöne Geschichte."

Und auch nach der Ausstrahlung ihres 50-Euro-Patzers kann Tanja Fuß der Sache gelassen ins Auge schauen. In der RTL-Show "Punkt 12" erklärte sie, was bei der Aufzeichnung in ihr vorging: Sie habe nämlich nicht lange überlegt, wollte die Frage schnellstmöglich beantworten: "Was dann aufgrund eines Blackouts oder Nervosität halt misslungen ist", so die Studentin - und: "Die Leute müssen erst mal selbst auf dem Stuhl sitzen, um das nachvollziehen zu können."

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