Mo, 20. August 2018

Eisige Expedition

17.04.2006 17:59

Fürst Albert hat den Nordpol erreicht

Nach vier Tagen Fahrt mit einem Hundeschlitten hat Fürst Albert II. von Monaco am Ostersonntag den Nordpol erreicht. Mit der knapp 100 Kilometer langen Expedition von der russischen Wetterstation Barneo zum Pol wollte der Fürst die Welt auf die Erwärmung des Erdklimas aufmerksam machen, die zu einem Schmelzen des Packeises führt.

Er habe "ein außerordentliches menschliches Abenteuer erlebt", erklärte Albert dem Fürstenpalast zufolge. Doch "wir dürfen dabei nicht vergessen, dass unser Planet in großer Gefahr ist. Wir müssen uns mehr denn je aufraffen, um ihn zu retten."

Monegassische Flagge gehisst
Albert II. und seine sieben Begleiter erreichten den Nordpol den Angaben nach um 17.45 Uhr MEZ. Dort pflanzte er die monegassische Fahne und die Flagge des Internationalen Olympischen Komitees in den eisigen Grund. "Ich bin glücklich, dass ich mein Ziel erreicht habe und heil und gesund mit meiner Mannschaft am Nordpol angekommen bin", sagte er.

Auftakt war am schwierigsten
Am schwierigsten war gleich die erste Etappe. Drei Kilometer ging es über brüchiges Eis, und am Gründonnerstag kam die Expedition nur 20 Kilometer voran. Am Karfreitag waren es bei schlechter Sicht und unebenem Grund sogar nur 17 Kilometer. Doch dann wurden die Bedingungen besser, und die Schlitten legten am Samstag 35 Kilometer zurück. Die letzten 20 Kilometer am Sonntag verliefen problemlos.

Albert II. ist der erste amtierende Staatschef, der den Nordpol erreicht hat. Mit seiner Expedition ehrte der 48-Jährige auch seinen Vorfahren Albert I., der vor einem Jahrhundert vier Expeditionen nach Spitzbergen unternahm und die Ozeanographie förderte.

Fotos: AFP (beim Training) und AP (bei der Abreise)

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