10.06.2015 16:25 |

Aufräumarbeiten

Auf Katastrophe folgt Welle der Hilfsbereitschaft

Nach den verheerenden Unwettern in Sellrain und See hat die beiden Orte eine wohl noch nie da gewesene Welle der Hilfsbereitschaft erreicht. Seit Montag gehen neben den Betroffenen selbst Tausende Kräfte von Feuerwehr, Bundesheer, Rotem Kreuz, Polizei und natürlich viele Freiwillige an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Gestern Mittwoch, 10. Juni – Tag drei nach der Katastrophennacht: In Sellrain und See laufen die Aufräumarbeiten weiterhin voll auf Hochtouren. Einmal mehr wird bewiesen, dass das ganze Land im Ernstfall zusammenrückt und hilft – sei es durch selber Handanlegen oder durch Spenden. Jeder, dem es irgendwie möglich ist und der Zeit hat, packt mit an, lautet die Devise, die den Betroffenen Kraft gibt.

Hilfsbereitschaft von allen Seiten

Von der Feuerwehr reicht die Unterstützung vom Außerfern bis ins Unterland. Gestern war in See etwa der Katastrophenzug von Reutte im Einsatz, in Sellrain jener von Kitzbühel. Insgesamt kämpften in den vergangenen Tagen bereits zehn Katastrophenzüge mit weit über Tausend freiwilligen Florianijüngern gegen die Spur der Verwüstung an. Ordentlich ins Schwitzen kommen auch die Männer in Olivgrün. Das Bundesheer zog 300 Kräfte aus Tirol und Kärnten zusammen, um bei den Aufräumarbeiten in den von den Unwettern gezeichneten Gemeinden zu helfen. Alles in allem standen von den verschiedenen Einsatzorganisationen bis dato über 3000 Helfer im Einsatz. Hier noch nicht eingerechnet sind die Hunderten privaten Freiwilligen, die sich nicht scheuen, mit Schubkarren, Schaufeln, Besen und Kübeln anzurücken.

Auch zahlreiche Vereine, wie etwa die Jungbauern Kematen und Axams oder die Faschingsgilde Oberperfuss, haben im sozialen Netzwerk Facebook bereits zu Hilfsaktionen am kommenden Wochenende eingeladen. Das Interesse sei enorm, heißt es.

100 Asylwerber packen ordentlich mit an

Ab kommender Woche dürfen sich die Betroffenen und Einsatzkräfte auf weitere Unterstützung freuen – und zwar von Flüchtlingen. An die 100 Asylwerber von den Heimen Innsbruck-Rossau, Götzens, Mentlberg und Scharnitz hätten sich bereit erklärt, bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

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