Sa, 18. August 2018

Straßenbau-Sorgen

09.04.2006 21:10

Linz droht im Kulturjahr Verkehrschaos

„Erst muss die Straße verlegt sein, dann kann mit dem Theater begonnen werden, sonst haben wir im Kulturjahr ohne Ost-West-Achse ein Riesen-Verkehrschaos“, muss der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch nun Gas geben: Verträge aushandeln, Grundstücke eintauschen, Versorgungsadern umlegen und eine ganz neue Gemeindestraße um elf Millionen Euro bauen lassen.

„Alles machbar, wenn wir keine Zeit mehr verlieren“, meint der Stadtchef zum österlichen Überraschungsei: Terry Pawsons Oper wird so auf den Blumauerplatz-Kreisverkehr gestellt, dass sie nicht nur die Süd-Nord-Achse der Land- und Wiener Straße unterbindet, sondern auch die stark befahrene Ost-West-Verbindung über die Blumauer Straße. Diese muss nun im Eilzugstempo zum Bahngleis verrückt werden: Auf Privat- Boden und ÖBB-Gründen, auf denen die Hochleistungsstrecken-AG Trassenverbreiterungen plant.

„Nach Ostern müssen wir sofort mit den Verhandlungen beginnen“, macht Dobusch Druck auf seine Beamten, die er am Donnerstag mit Konzepten beauftragt hat: Man braucht nun rasch Planer, Verträge, Verordnungen, Ausschreibungen, Koordinationen zwischen Strom-, Gas-, Kabel- und Fernwärmelieferanten, die sämtliche Leitungen neu verlegen müssen.

„Wenn der Landeshauptmann im Kulturjahr 2009 den Rohbau bespielen lassen will, dann brauchen wir vor der Baugrube eine Straßeneröffnung 2008“, rechnet der Stadtchef mit einer 18-Monate-Frist: „Sein“ Lentos hätte keine Straßen- und Leitungsverlegung notwendig gemacht und nur ein Fünftel des Opernvolumens ausgemacht, aber trotzdem vom Wettbewerb bis zur Eröffnung fünf Jahre gebraucht: Oper 2011?

 

 

 

Foto: Chris Koller

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