02.04.2006 16:04 |

Fühlt sich benutzt

Bono weist Berlusconi zurecht

Der irische Rocksänger Bono (45) hat den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi angegriffen, weil ihn dieser in einer Partei-Aussendung zitierte. „Herr Berlusconi, ich fühle mich ein wenig ausgenutzt“, schreibt der U2-Bandleader in einem offenen Brief, den die Mailänder Zeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag veröffentlichte.

Berlusconi behaupte in einer Wahlkampfbroschüre, Bono habe der römischen Regierung für ihren Kampf die Armut in der Dritten Welt gedankt.

„Doch tragischerweise ist Italien in den vergangenen Jahren in Sachen Dritte-Welt-Hilfe auf den letzten Platz der 22 reichsten Länder der Welt abgerutscht“, protestiert Bono in dem offenen Brief. „Das ist nicht das Italien, das ich kenne und das ich liebe.“

Bono setzt sich seit Jahren hat für Schuldenerlass und mehr Hilfe für die Entwicklungsländer ein. In Italien wird am 9. und 10. April ein neues Parlament gewählt. Laut Umfragen liegt Berlusconi deutlich hinter seinem Herausforderer Romano Prodi.

Dienstag, 22. Juni 2021
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