Pamela Forster

Kopfüber durch die Stadt: Wiens beste Freerunnerin

Es ist das größte Freerunning- und Parkour-Event, nur drei Frauen weltweit konnten sich qualifizieren, und sie ist dabei: Am 3. Oktober tritt Freerunning- und Parkour-Profi Pam Forster (28) gegen die Weltspitze an, startet bei der Red Bull Art Of Motion in Santorin (Griechenland). City4U hat der Wienerin bei ihrem abenteuerlichen Workout am Wiener Karlsplatz über die Schulter geschaut.

Kein Hindernis ist ihr zu hoch, keine Barriere unüberwindbar. Die Straße ist ihr Spielplatz, Wien ihr Workout-Place.Beim Interview gibt sich die 28-jährige schüchtern, fast sogar ein wenig unsicher. Zwischen den einzelnen Takes fragt sie Trainingspartner Raphael, ob das "eh alles so okay war."

Obwohl sie bei ihren Performances in England, Japan, Griechenland und Holland auf Schritt und Tritt von Kameras begleitet wird, ist sie durchaus erleichtert, als das Mikro weg und die Laufschuhe an sind. "Ich habe kein richtiges Aufwärm-Ritual", lächelt sie, sprintet zum anderen Ende des Karlsplatzes und wirbelt auf uns zu. Saltos, Flips, Backflips, dazwischen Sprünge und abenteuerlich anmutende Twists – sie hat sichtlich Spaß, uns stockt der Atem.

"Ich trainiere täglich, Sommer wie Winter, und wenn's draußen gar nicht geht, dann eben in der Halle." Entdeckt hat sie ihre Liebe zum Freerunning vor sechs Jahren - zufällig bei einem Kurs im Sportzentrum auf der Wiener Schmelz. Damit gehört sie zu den weiblichen Vorreitern in dieser Sportart. "Mittlerweile gibt es schon einige Mädchen, die das auch machen. Vielleicht noch nicht auf dem selben Niveau, aber ich bin sehr stolz auf sie."

Pamela verwendet keinen Helm, keine Protektoren, nicht einmal schützende Handschuhe. Ob sie keine Angst vor Verletzungen hat? "Ich habe mich noch nie wirklich verletzt, ich kann mich und das Risiko gut einschätzen." Während die Laufakrobatin von Hindernis zu Hindernis springt, erfahren wir von Kumpel Raphael, dass sie schon einmal böse umgeknöchelt sei, aber "darüber spricht sie nicht so gern."

Stunt-Engagements für Filmproduktionen und Shootings
Innerhalb weniger Minuten versammelt sich rund um Pamela und das City-Team eine stattliche Runde an begeisterten Zusehern. Zwei kleine Jungs verschieben sogar ihr Pfadfindertraining, nur um gemeinsam mit Pamela einen Stunt auszuprobieren. "Derzeit mache ich Freerunning hauptberuflich, ich werde für Filme und Shootings gebucht."

Ein kleines Detail verrät sie uns zum Abschluss: "Parcours ist nicht gleich Freerunning, bei Parcours geht es um den schnellsten Weg von A nach B. Bei uns geht es um den Fun", lächelt der Wirbelwind, dreht sich einmal um die eigene Achse und verschwindet hinter der nächsten Mauerkante.

cgi

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