Mi, 20. Juni 2018

Menschenmengen

01.04.2006 14:52

Hunderttausende Pilger in Rom erwartet

Ein Jahr nach dem Tod von Johannes Paul II. erlebt der Vatikan wieder einen Ansturm von hunderttausenden Pilgern. Mehr als eine halbe Million Gläubige aus aller Welt werden bis zum Sonntag, dem Todestag von Karol Wojtyla, auf dem Petersplatz erwartet. Hunderte Busse aus Polen und Deutschland parkten am Wochenende rund um den Vatikan. Ab Samstag früh pilgerten Menschenmengen zum Petersplatz.

Vor dem Grabmal von Johannes Paul II. in den vatikanischen Grotten bildeten sich Schlangen von Menschen, die den verstorbenen Papst würdigen wollen. "In einem Jahr haben zirka vier Millionen Menschen das Grab von Johannes Paul II. besucht", berichtete Erzbischof Angelo Comastri. In den ersten Monaten nach dem Tod des Papstes sei das Grab von zirka 20.000 Menschen pro Tag besucht worden.

Am Sonntag soll um 15.00 Uhr eine Messe auf dem Petersplatz gehalten werden. Mit einer abendlichen Gebetswache (Vigil) und einem feierlichen Gottesdienst wird der Vatikan Johannes Pauls II. gedenken. Zum Abschluss wird Benedikt XVI. die auf dem Petersplatz versammelten Menschen segnen.

Am Montag um 17.00 Uhr wird der Papst eine Messe in der Peterskirche lesen. Am Donnerstag wird der Weltjugendtag auf dem Petersplatz begangen.

Gedenkfeiern in Polen bereits begonnen
In Polen haben die Gedenkfeiern zum ersten Todestag von Papst Johannes Paul II. bereits begonnen. In der südpolnischen Stadt Krakau, in der Karol Wojtyla bis zu seiner Wahl zum Papst 1978 Erzbischof war, beteten die Gläubigen für eine schnelle Seligsprechung.

Am frühen Abend sollte der frühere Privatsekretär des verstorbenen Papstes und Krakauer Bischof, Stanislaw Dziwisz, eine Messe in der Kirche der Königsburg Wawel feiern. Daran wollten auch ranghohe polnische Persönlichkeiten teilnehmen.

Im ganzen Land sollte am Samstag mit Gottesdiensten, Gebetsfeiern, Konzerten, Ausstellungen und Filmen des am 2. April 2005 verstorbenen Johannes Paul II. gedacht werden. In seiner Heimatstadt Wadowice wollten sich Gläubige vor dem Haus versammeln, wo Karol Wojtyla geboren worden war.

Eine polnische Stiftung hat indes das Geburtshaus von Papst Johannes Paul II. in Wadowice gekauft und der katholischen Kirche geschenkt. Die Schenkungsurkunde wurde am Freitagabend dem Erzbischof Dziwisz übergeben.

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