Spätestens jetzt ist klar: Die Feinstaubwerte müssen nicht nur aufgrund von Gesetzen und rechtlichen Verpflichtungen gesenkt werden – die Einhaltung der Grenzwerte muss in erster Linie zum Schutz der Gesundheit der Österreicher sein!
In der Studie veröffentlichte das Umweltbundesamt erschreckende Einzelwerte für die belasteten Regionen. Bleibt die Feinstaubbelastung weiterhin derart hoch, so sinkt den Berechnungen zufolge die Lebenserwartung der Bürger – vor allem die der Stadtbewohner.
17 Monate an den Feinstaub "verschenkt"
Am schlimmsten sind die Grazer dran: 17 Monate ziehen die gefährlichen Staubpartikel einem Steirer in der Landeshauptstadt von der durchschnittlichen Lebenserwartung ab. 14 Monate sind es in Linz, für die Wiener bedeutet die Feinstaubbelastung eine um ein Jahr geringere Lebenserwartung. Die Prognose für St. Pölten lautet elf Monate, neun für Klagenfurt und um ganze 7 Monate verkürzt der Feinstaub das Leben eines Salzburgers. Der Wert für die Burgenländer (Eisenstadt) war aufgrund der geringeren Population schwieriger zu berechnen, liegt aber zwischen elf und zwölf Monaten.
Berechnungen fußen auf den Werten von 2003 und 2004
Für die Berechnungen zogen die Experten des Umweltamtes einen Belastungsdurchschnitt aus den Jahren 2003 und 2004 heran. Vor drei Jahren schossen die Feinstaubwerte nämlich in astronomische Höhen. Ein Jahr später, also 2004, verzeichneten die Experten jedoch ein unterdurchschnittliches Jahr. Aus dem Durchschnitt ergibt sich die Grundlage für die erschreckenden Vorausberechnungen.
Das ist der Beweis: Feinstaub wirkt sich auf die Gesundheit aus!
Das Umweltbundesamt beruft sich in der Aussendung auch auf vorhergehende Studien. Demnach wurde in den letzten Jahren ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Belastung durch Feinstaub und gesundheitlichen Auswirkungen aufgezeigt. Diese Auswirkungen reichen dem Amt zufolge von Beeinträchtigungen der Lungenfunktion bis hin zu direkt zuordenbaren Todesfällen – vor allem aufgrund von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Feinstaub wird uns noch sehr plagen
Auch nach der Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation gehört die Außenluftbelastung zu jenen Umwelteinflüssen, die die westlichen Industrieländer in Zukunft noch sehr plagen werden. Zum Abschluss weist das Umweltbundesamt darauf hin, die Grenzwerte nicht bloß aufgrund von Gesetzesnormen und Verbindlichkeiten einzuhalten, sondern auch im Sinne eines auf Prävention ausgerichteten Gesundheitsschutzes!
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