Böse Prognose

Auch 2007 wird Energie AG-Strom teurer

„Wir können nicht anders - wir haben um 56 Prozent höhere Einkaufspreise innerhalb eines Jahres“, verteidigt Dr. Hans Zeinhofer, Vertriebschef der landeseigenen Energie AG, die für 1. Mai geplante Strompreiserhöhung für Privatkunden. Auch für 2007 sei es praktisch fix, dass der Preis wieder nach oben gehen müsse, kündigt er an…

Politische Kritik an Ausmaß und Zeitpunkt der Strompreiserhöhung, und zwar durch FP-Klubobmann Günther Steinkellner, veranlasst den Energie AG-Vertriebschef zu einem Konter: Die Energie AG habe den Mehrverbrauch dieses harten Winters teuer zukaufen müssen, was ihr acht bis neun Millionen Euro an unerwarteten Mehrkosten verursache, rechnet Zeinhofer vor.

Durch die Strompreiserhöhung am 1. Mai um „unter sechs Prozent“ beim Energieanteil (somit um etwa zwei Prozent beim Gesamtpreis) würden diese Mehrkosten ohnehin nur teilweise kompensiert. Und die Kritik am Zeitpunkt - am Ende eines Winters mit hohen Heizkosten - weist der Strommanager ebenso zurück: „Wir sind unter allen Stromerzeugern ohnehin fast die Letzten; die Linz AG folgt am 1. Juli.“

Doch schon 2007 droht der nächste Strompreis-Schock für die Oberösterreicher, ist Zeinhofers Ausblick zu entnehmen: „Die Marktpreise für Strom gehen weiter nach oben, Industriekunden müssen bei ihren Einkäufen für 2007/2008 schon jetzt 25 bis 30 Prozent mehr einkalkulieren als unsere Haushaltskunden jetzt zahlen. Weitere Preiserhöhungen sind also auch hier eine unausweichliche Entwicklung.“

 

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 14. Juni 2021
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