Mo, 25. März 2019
31.03.2015 20:41

Windböen bis 191km/h

Sturm "Niklas" ließ den ganzen Flachgau erzittern

Das Sturmtief "Niklas", das am Dienstag Salzburg erreichte, sorgte nicht nur für etliche entwurzelte Bäume und Schäden an Hausdächern. Da "Niklas" Windspitzen bis zu 120 km/h im Tal und 191 km/h in den Bergen mitbrachte, mussten Skilifte, die Lokalbahn nach Ostermiething, Friedhöfe und die Hellbrunner Allee in der Stadt gesperrt werden.

Spitzenreiter war am Dienstag die Zugspitze mit 191 km/h. Am Feuerkogel in Oberösterreich wurden 151 km/h gemessen und am Sonnblick in Salzburg erreichte "Niklas" noch heftige 130 km. Bis zum Nachmittag mussten allein im Flachgau – wo sich der Sturm richtig austobte – 31 Feuerwehren zu 81 Einsätzen ausrücken. In den meisten Fällen waren entwurzelte Bäume von Straßen und Wegen zu entfernen.

-) In Lamprechtshausen musste aber ein tonnenschwerer Lkw, der vom Wind umgeblasen wurde, geborgen werden. Hinzu kamen noch Dutzende Häuser, bei denen Teile des Dachs durch den Sturm weggefegt wurden. Richtung Michaelbeuern stürzte ein Baum auf einen Pkw, der Lenker blieb unverletzt.

-) Zu den stürmischen "Hotspots" zählte auch Bürmoos: Auf das Haus von Klaus Stein stürzten zwei entwurzelte Bäume. Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon. „Aber ein Viertel vom Dach ist kaputt. Wir müssen das provisorisch abdecken, bevor der große Sturm kommt“, klagte Stein. Die Feuerwehr half beim Abdecken. "Am Nachbargrundstück liegen etliche Bäume kreuz und quer und bei mir schaut es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen", so Stein.

-) Oberndorf und Nussdorf meldeten zahlreiche Sturmschäden: Poolabdeckungen wirbelten durch die Luft. Straßen wurden verlegt. Auch die Lokalbahn war unterbrochen.

-) In der Stadt Salzburg war die Berufsfeuerwehr im Dauereinsatz. In Leopoldskron riss der Sturm im Garten von Ingrid Staufer eine 70 Jahre alte Fichte aus dem durchnässten Boden. Die Hellbrunner Allee und der Kommunalfriedhof wurden vorsichtshalber gesperrt. Das Freilichtmuseum in Grödig trommelte Besucher zusammen, evakuierte sie und sperrte dann auch zu.

-) In den Gebirgsgauen blieben die Täler weitgehend verschont. Am Rauriser Sonnblick sowie auf der Schmittenhöhe in Zell mussten allerdings Lifte den Betrieb einstellen. Auch in Lofer gab es Liftsperren.

Vom Sturm sehr betroffen waren zudem die ÖBB: Wegen des starken Windes wurden die Züge Richtung Westen über den Pinzgau statt über Rosenheim nach Tirol umgeleitet.

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