So, 19. August 2018

Neue Pläne

01.04.2015 09:26

Betteln mit Ausweispflicht

Kommende Woche macht Bürgermeister Siegfried Nagl (VP) einen neuen Anlauf, um die Bettlerproblematik in Graz in den Griff zu bekommen. Über die Details will man im Nagl-Büro (noch) nicht sprechen. Offenbar jedoch soll es eine Registrierungspflicht für all jene geben, die in Graz betteln.

Es war kein Geringerer als der oberste steirische Polizist Josef Klamminger, der vor einer Weile in der "Krone" eine Registrierungspflicht für Bettler gefordert hat. Klamminger: "Der Verfassungsgerichtshof sagt, dass ein totales Bettelverbot nicht möglich ist. Einschränkungen wie die Registrierung der Bettler wären in Graz aber machbar."


Hinter den Kulissen wurde in den vergangenen Wochen eifrig um eine Lösung gerungen. Auf Nachfrage der „Krone“ heißt es im Büro von Nagl: "Ja, wir werden kommende Woche einen Vorschlag präsentieren, der das Bettlerproblem lösen kann." – Details will man keine verraten. Die von Klamminger geforderte Registrierungspflicht für Bettler (Name, Wohnort) in Verbindung mit einem Registrierungsnachweis, den der Bettler dann bei sich führen muss, ist die allerwahrscheinlichste Variante.

Problem vieler Städte: Was tun mit Bettlern?
Jede größere Stadt in Österreich sucht nach einer Lösung für die Bettlerproblematik. Der Salzbuger Bürgermeister Heinz Schaden (SP) will eigene Bettelplätze für bestimmte Bettelzeiten ausweisen – eine Idee, die auch Nagl für Graz schon ventiliert hat. Aber das Land hat abgewunken, wollte nach dem geplatzten Bettelverbot keine neue Regelung.

Sie spionieren Einbruchsziele aus
Zurück zu Graz. Hier spionieren Bettler Einbruchsziele aus, wie Klamminger bestätigte. Gebettelt wird mit Kindern, Besucher von Gastgärten werden auch wieder belästigt. Nervig sind auch die Verkäufer von Straßenzeitungen – auch wenn man nichts kaufen will, wird man oft nicht in Ruhe gelassen.

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