Ikonenkunst

Das stille Antlitz des Absoluten

Die malenden Mönche vom berühmten Heiligen Berg Athos in Griechenland präsentieren ihre einzigartigen Ikonen in einer Ausstellung im Zisterzienserstift Schlierbach von heute bis einschließlich 18. April. Sie bieten ihre Meisterwerke auch zum Kauf an, um existenznotwendige Investitionen finanzieren zu können.

Die Ikonenmalerei am Heiligen Berg Athos, der nur von Männern besucht werden darf, genießt Weltruf. 200 orthodoxe Mönche beherrschen und pflegen die über tausend Jahre alte Maltechnik von Tempera auf der Basis von Eigelb. „Das garantiert jahrhundertealte Haltbarkeit unserer Schätze“, schildert Jakobos Agiografos, der nicht nur ein begnadeter Künstler, sondern auch der Herr über die Weingärten des Klosters Agiou Pavlou ist. Die vor 25 Jahren von einem verheerenden Brand zerstört wurden. Der Verkaufserlös der 70 im Genusszentrum des Stiftes Schlierbach ausgestellten Meisterwerke soll mithelfen, die Produktion des berühmten Athos-Weines wieder aufzunehmen.

„Das Antlitz des Absoluten“ heißt der Titel der Ausstellung. „Ikonen sind ein Ausdruck des Glaubens. Nur dem, der sie schweigend genießt, werden sie sich auch erschließen“, raten Athos-Mönch Damaskinos und Zisterzienser-Pater Alfred Strigl den Besuchern.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Samstag, 15. Mai 2021
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