Mo, 25. März 2019
25.03.2015 16:30

Tier als Archäologe

Stachelschwein gräbt in Israel uralte Öllampe aus

Ein Stachelschwein hat in Israel eine uralte Öllampe zutage gefördert. Wie die Antiquitäten-Behörde IAA des Landes am Mittwoch mitteilte, stießen Mitarbeiter vergangene Woche in der Grabungsstätte Horbat Siv auf die gut erhaltene Keramiklampe (Bild). Sie lag am Rand einer tiefen Erdhöhle, die das Stachelschwein gegraben hatte.

Laut IAA ist es keine Seltenheit, dass sich im Aushub eines Stachelschweinbaus archäologisch wertvolle Stücke finden. Das im Zentrum Israels gelegene Grabungsfeld Horbat Siv umfasst Ruinen aus der römischen und frühbyzantinischen Zeit. Die noch intakte Lampe, die Gebrauchsspuren aufweist, konnte auf ein Alter von 1.400 Jahren geschätzt werden.

Tiere sind "unerreichbar gute Ausgräber"
"Das Stachelschwein ist ein hervorragender Archäologe, ein unerreichbar guter Ausgräber", erklärte Ira Horowitz auf der IAA-Website. Weißschwanz-Stachelschweine sind in Israel stark verbreitet. Sie hausen als Pärchen in bis zu 15 Meter tiefen Bauten. "Weil das Heilige Land voller Altertümer ist, kommt es häufig vor, dass Stachelschweine zwischen den Ruinen graben und mit dem Aushub alle möglichen archäologischen Artefakte an die Oberfläche bringen", erläuterte Horowitz.

Die Archäologen dokumentieren dann genau, in welcher Schichtung sich die Fundstücke im Aushub befinden. Ausgehend von der These, dass die obersten Stücke aus den untersten Schichten stammen, erleichtert dies die Altersbestimmung. Dennoch setzte die IAA ans Ende ihrer Pressemitteilung eine spaßige Warnung: "Wir fordern alle Stachelschweine auf, ihre Grabungen in archäologischen Stätten einzustellen. Graben ohne behördliche Erlaubnis ist eine Straftat."

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