21.03.2006 11:10 |

Kleine Lustmolche

Diebesgut gegen Liebesdienste getauscht

Eine ungewöhnliche Zahlungsmethode wählten vier Jugendliche beim Verkauf von Elektro-Artikeln, die sie gestohlen hatten: Sie "tauschten" Laptops bei zwei Grazer Prostituierten für Schäferstündchen ein. Die Burschen im Alter von 14 bis 16 Jahren stahlen im Laufe eines halben Jahres bei verschiedenen Firmen Laptops, Handys und Geldbörsen und richteten einen Schaden von 26.000 Euro an.

Anfang Februar kamen die Diebestouren der Bande ans Licht: In der Hauptschule Dobl war aus dem Direktorat ein Laptop verschwunden. Bei der Prüfung des Falles stießen die Beamten auf einen 14-Jährigen, der sich schon seit längerer Zeit nicht mehr in der Schule hatte blicken lassen. Bei der Vernehmung gab er den Diebstahl zu - ebenso wie weitere Delikte, die er gemeinsam mit drei anderen Jugendlichen verübt hatte.

Die Bande hatte ein halbes Jahr lang bei verschiedenen Firmen vorgesprochen, dabei Elektro-Artikel und Geldtaschen gestohlen und diese weiterverkauft. Teilweise an Hehler, der Großteil landete aber im Rotlichtmilieu: Die Burschen ließen sich den Wert des Diebesguts in Schäferstündchen ausbezahlen! Alle vier sind geständig, der Haupttäter sitzt in Haft.

Leben mit Einbrüchen finanziert
Einen ähnlichen Fall meldet die niederösterreichische Polizei: Fünf arbeitslose Jugendliche haben seit November 2003 auf Beutezügen durch Wirtshäuser und Unternehmen Bargeld in der Höhe von 8.700 Euro erbeutet (der Sachschaden beläuft sich auf 18.000 Euro!). Drei Verdächtige wurden angezeigt, ihre beiden Komplizen festgenommen.

Dienstag, 11. Mai 2021
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