20.03.2015 18:13 |

"Zeit ist gekommen"

Putin wirbt für Eurasische Gemeinschaftswährung

Während Europas Gemeinschaftswährung, der Euro, mit massiven Problemen zu kämpfen hat, wirbt der russische Staatschef Wladimir Putin jetzt angesichts der Wirtschaftskrise seines Landes für eine Gemeinschaftswährung der Eurasischen Wirtschaftsunion. "Wir denken, dass die Zeit gekommen ist, Möglichkeiten zu erörtern, eine mögliche Währungsunion zu gründen", sagte Putin am Freitag.

"Seite an Seite zusammenzuarbeiten, macht es leichter, auf finanzielle und wirtschaftliche Bedrohungen von außen zu reagieren", so der russische Präsident bei einem Gipfel seiner Kollegen aus Kasachstan und Weißrussland in der kasachischen Hauptstadt Astana.

Russlands Wirtschaft leidet derzeit unter dem niedrigen Ölpreis und den Sanktionen des Westens im Zuge der Ukraine-Krise. "Große Proben sind über unsere Union hereingebrochen", betonte auch der kasachische Staatschef Nursultan Nasarbajew die Notwendigkeit zu einer verstärkten Zusammenarbeit.

Westen: Moskau will Sowejtunion wiederbeleben
Die Eurasische Wirtschaftsunion aus Russland, Weißrussland und Kasachstan sowie mittlerweile auch Armenien und Kirgistan hatte sich im Mai vergangenen Jahres nach zehnjähriger Vorbereitung gegründet. Die Union, die zu Putins Lieblingsprojekten zählte, hat allerdings nicht die erhoffte Strahlkraft. Der Westen wirft Moskau vor, mit der Wirtschaftsunion die ehemalige Sowjetunion wiederbeleben zu wollen.

Der Streit, ob die Ukraine sich der Eurasischen Wirtschaftsunion anschließen oder sich enger an die Europäische Union binden will, gilt als Ursprung der Ukraine-Krise. Nasarbajew erklärte am Freitag, die drei verbündeten Staaten seien "interessiert daran, dass die Ukraine ein starker, stabiler, unabhängiger Staat mit territorialer Integrität wird".

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