19.03.2015 17:19 |

Tresore ausgeräumt:

"Schulschreck" fasste fünf Jahre Haft aus

Jörg E. schaut sympathisch aus, hat drei Kinder, ist nicht gewalttätig – aber ein Einbrecher, dessen unrühmliche Karriere nun schon über viele Jahre hinweg dauert. Kaum ist er aus der Haft draußen, geht’s wieder von vorne los. Bei seiner jüngsten Serie hatte er sich auf Schulen spezialisiert, was ihn nun lange hinter Gitter bringt.

Zwischen Ponfeld und Eisenkappel – kein Schulzentrum war vor dem 39-Jährigen sicher. Dazwischen stieg er auch noch in Bauhöfe von Gemeinden ein und suchte nach Bargeld. Viel hat er insgesamt nicht erbeutet: Der Schaden wird mit knapp 5000 Euro beziffert.

Schließlich ist in Direktorenbüros, Lehrerzimmern und Schultresoren selten viel zu holen. Das Geld hat der dreifacher Vater für Lebensmittel und auch für Drogen gebraucht. Heroin, Cannabis, alles, was sein kriminell verkorkstes Leben für ihn erträglicher machen sollte. „Im Gefängnis geht's aber auch ohne Suchtgift", stellte er vor Richter Gerhard Pöllinger fest.

Und die Untersuchungshaft hat ihn wohl auch motiviert, seine langjährige Lebenspartnerin zu ehelichen: "Im April ist Hochzeit", wird verraten. Die müsste allerdings hinter Gittern organisiert werden. Denn der geständige "Schulschreck", der bei seinem letzten Coup verhaftet werden konnte, hat aufgrund seiner acht einschlägigen Vorstrafen und seiner "extremen Resistenz gegenüber Haft und Resozialisierung", wie es Anklägerin Karin Schweiger nennt, nun wieder fünf Jahre ausgefasst.

"Herr E.", mahnt Rat Pöllinger noch: "Bitt’schön,  gehen‘S in sich und fangen neu an! Sie sind wirklich ein notorischer Einbrecher!"

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