Sa, 23. März 2019
16.03.2015 14:09

Fotos aus All zeigen

Krieg lässt in Syrien zunehmend Lichter ausgehen

Syrien versinkt zunehmend in Dunkelheit: Wie eine Analyse von Satellitenbilder zeigt, ist das nächtens aus dem All sichtbare Licht seit dem März 2011 - dem Beginn des Bürgerkriegs in dem Land - um 83 Prozent gesunken. Weil durch den Krieg auch zahlreiche Stromleitungen zerstört sind, ist es nach Sonnenuntergang in ganzen Stadteilen und Dörfer dunkel.

In vom Bürgerkrieg besonders stark betroffenen Gebieten, wie etwa in der nordsyrischen Großstadt Aleppo (auf Bild 2 rot markiert), sind es laut Angaben von Wissenschaftlern der Wuhan University (China) und der University of Maryland (USA) gar 97 Prozent. Nur in Gebieten nahe der israelischen Grenze - etwa im Gouvernement Quneitra (es ist größtenteils von Israel besetzt, Anm.) und der Hauptstadt Damaskus - ist die Dunkelheit noch nicht ganz so stark. Dort verschwinden laut der Studie nachts "nur" 35 bis 42 Prozent aller Lichter.

Für große Teile der syrischen Bevölkerung bedeute das, dass sie nach Sonnenuntergang der Dunkelheit hilflos ausgeliefert sind. Selbst Operationen in Spitälern könnten teilweise nur beim Schein von leuchtenden Handy-Displays durchgeführt werden, berichtet die aus 130 Hilfsorganisationen bestehende #withSyria-Koalition, darunter Care, Welthungerhilfe und Johanniter-Auslandshilfe.

"Satellitenbilder sind die Datenquelle, die das Maß an Zerstörungen in Syrien am objektivsten und deutlichsten zeigen", sagt Xi Li von Wuhan-Universität. "Die rund 800 Kilometer über der Erde aufgenommenen Bilder helfen uns, die Verzweiflung und das Leid, das Syrer jeden Tag durchleben müssen, während das Land um sie herum zerstört wird, besser zu verstehen."

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