Do, 21. März 2019
14.03.2015 16:54

6. Volksbiathlon

Profiluft für Hobbysportler: 300 Mal ins Schwarze

Jede Menge Ausdauer und ein ruhiges Händchen: Beim 6. Volksbiathlon in Hochfilzen sprinteten über 100 blutige Amateure um die Wette.

Die Sonne strahlte, die Loipe war bestens präpariert und der Himmel über der Biathlon-Hochburg Hochfilzen war ohne eine Wolke blitzblau: Ein idealer Tag also, um einmal im Leben in die Fußstapfen von Dominik Landertinger, Simon Eder und Co. zu schlüpfen.

Vorbereitung wie bei den Profis

Die minutiöse Vorbereitung einiger Teilnehmer beim 6. Volksbiathlon erinnerte auch nicht unbedingt an einen Hobby-Wettkampf, sondern war eher ein Pendant zu der derzeit im finnischen Kontiolahti stattfindenden Biathlon-WM: Mit Argusaugen kontrollierten die Amateure ihre Ausrüstung, wärmten sich minutenlang auf und besprachen kurz vor Beginn des Rennens sogar die Teamtaktik. Die besonders Ehrgeizigen schmierten sich sogar noch rasch ein wenig "Speedwachs" unter die Bretter. Bei anderen wiederum – wie etwa den Bavarian Reindeers, drei kurzerhand aus Deutschland eingeflogene Plüsch-Renntiere – war sichtlich der Spaß im Vordergrund. "Wenn wir gewusst hätten, wie anstrengend der letzte Anstieg kurz vor dem Schießstand ist, hätten wir wohl nicht mitgemacht", schmunzelten Aleksandar Trifunovic, Bernhard Streit und Michael Krause. "Aber schlussendlich sind wir froh, dass wir teilgenommen haben. War schon eine einmalige Gaudi."

Mit 68 Jahren eine wahre Legende

Im illustren Teilnehmerfeld nicht fehlen durfte natürlich Annemarie Trixl. Die mit 68 Jahren älteste Teilnehmerin zählt schon zu einer Legende des Volksbiathlons. Mit Startnummer 1 wählte sie im Vergleich zu vielen ihrer allesamt jüngeren Kontrahenten den klassischen Stil, machte aber mit fünf Treffern – insgesamt wurde fast genau 300 Mal ins Schwarze getroffen – beim Schießen so einiges wett.

Grandioser zweiter Platz für ältesten Herrn

Auch Sebastian Thaler (60), der älteste Herr unter den Startern, zeigte ein ruhiges Händchen und bewies Zielsicherheit: Der Senior musste nur in eine einzige rund 50 Meter lange Strafrunde und schaffte es schlussendlich in der Einzelwertung der über 42-Jährigen auf den wahrlich grandiosen zweiten Platz.

Alle durften sich als Sieger fühlen

Am lautesten jubeln durften aber das Team „Fußpflege Monja“: Hansi Achhorner, Markus Profunser und Hans Hölzl liefen mit insgesamt nur einem Fehlschuss Bestzeit und holten sich den Siegerscheck in Höhe von 200 Euro. Als Sieger durften sich aber alle fühlen, die die Ziellinie überquerten.

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