16.03.2006 15:56 |

Schlimme Folgen

Meereserwärmung fördert tropische Stürme

Die Erwärmung der Ozeane ist US-Forschern zufolge die Hauptursache für die zunehmende Zahl von Hurrikans und anderen schweren Tropenstürmen über den Weltmeeren. Weitere Faktoren wie eine geringere Luftfeuchtigkeit oder veränderte Windverhältnisse könnten kurzfristige Variationen verursachen, aber keinen langfristigen und weltweiten Trend, beruhigen Wissenschaftler.

Ein Forscherteam um Peter Webster vom Georgia Institute of Technology fand folgendes heraus: Den Daten nach hat sich die Zahl von Tropenstürmen der beiden höchsten Kategorien 4 und 5 zwischen 1974 und 2004 fast verdoppelt.

Meeresoberflächentemperatur ist besdeutend
Webster und seine Mitarbeiter hatten Daten aus dem Nordatlantik, dem westlichen, östlichen und dem südlichen Pazifik sowie dem Süd- und Nordindischen Ozean ausgewertet. Ein statistisch bedeutsamer Zusammenhang zur Hurrikanstärke fand sich nur für die Meeresoberflächentemperatur, die seit den 70er Jahren in allen Ozeanen gestiegen war.

Die Folge sind schwere Wirbelstürme
Schwere tropische Wirbelstürme werden im asiatischen Raum als Taifune bezeichnet, an den Küsten Amerikas als Hurrikans und im Indischen Ozean als Zyklone. Sie werden erst ausgelöst, wenn die Wassertemperatur bestimmte Werte überschreitet. Unter Wissenschaftlern ist dennoch umstritten, ob der Klimawandel die Stürme häufiger und stärker werden lässt.

Donnerstag, 24. Juni 2021
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