16.03.2006 17:30 |

Schule verwüstet

Kopien von Gesicht und Hinterteil führten zu Tätern

Als in den Semesterferien dieses Jahres eine Linzer Hauptschule von zwei Vandalen verwüstet worden war, standen die Ermittler lange vor einem Rätsel. Doch jetzt konnten zwei 15-jährige Schüler als mutmaßliche Täter ausgeforscht werden. Das Skurrile an dem Fall: Zum Verhängnis sind den Jugendlichen Kopien geworden, die sie selbst von ihren Gesichtern und Hinterteilen gemacht und am Tatort aufgehängt hatten.

In den Semesterferien waren die Täter mit entwendeten Schlüsseln in die Räumlichkeiten der Schule eingedrungen. Sie beschmierten Tische im Konferenzzimmer mit Drohungen gegen Lehrer, versprühten den Inhalt von Feuerlöschern, zerbrachen Gläser und rissen Bilder von den Wänden.

Außerdem verwüsteten und verschmutzten sie die Schule mit Putzmittel, Ketchup und anderen Lebensmitteln - und beschädigten Böden mit einer Bohrmaschine, die sie in der Schule gefunden hatten. Besonders das Konferenzzimmer und der Turnsaal waren Ziel der Teenager. Schaden: über 10.000 Euro.

Hintern und Gesicht kopiert
Doch eines hatten sie nicht bedacht - oder sie fanden die Idee einfach zu lustig: Als sie Kopien von ihren Gesichtern und Hinterteilen machten und die Bilder auch noch im Konferenzraum aufhingen, wurde ihnen das zum Verhängnis. Auch, wenn es lange dauerte, die Bilder den Tätern zuzuordnen.

Bei Einvernahmen legten die beiden dann ein umfangreiches Geständnis ab. Motiv: die Abneigung gegen Lehrer. Die Jugendlichen wurden wegen Verdachts der schweren Sachbeschädigung, Verdachts der dauernden Sachentziehung und gefährlicher Drohung angezeigt.

Foto: Symbolbild

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