Mo, 25. März 2019
04.03.2015 12:42

Fünf Festnahmen

Bande schmuggelte 1,3 Mio. Zigaretten - gefasst

Zigarettenschmugglern aus Österreich, Ungarn und Serbien haben Fahnder des Grazer Zollamtes das Handwerk legen können. Die Täter hatten seit dem Jahr 2014 rund 1,3 Millionen Zigaretten von Serbien nach Österreich gebracht. Geschmuggelt wurden die Glimmstängel in Hohlräumen von Autos. Fünf Männer im Alter zwischen 35 und 50 Jahren sitzen nun in der Justizanstalt Graz-Jakomini in Haft.

Der Fall kam im November 2014 ins Rollen, als Beamte der Operativen Zollaufsicht bei Routinekontrollen auf der Pyhrnautobahn (A9) bei Spielfeld im südsteirischen Bezirk Leibnitz auf Hinweise auf einen groß angelegten Schmuggel stießen: In einem Pkw mit kroatischem Kennzeichen wurden insgesamt 60.400 Stück Zigaretten ausländischer Herkunft in diversen Hohlräumen gefunden.

Lieferant und Empfänger in flagranti ertappt
Die Ermittlungen kamen daraufhin ins Laufen und führten schließlich zu einer internationalen Tätergruppe, die Zigaretten von Serbien nach Österreich geschmuggelt hatte. Anfang Februar 2015 erfolgte ein Zugriff der Zollfahndung in Wien, bei dem ein ungarischer Lieferant und der österreichische Empfänger auf frischer Tat ertappt wurden. Der Ungar hatte insgesamt 65.300 Stück Zigaretten in seinem Wagen versteckt. Für die beiden Verdächtigen klickten die Handschellen.

Im Zuge nachfolgender Erhebungen wurden im Raum Wien fünf Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei stießen die Ermittler auf weitere 52.260 Stück Zigaretten und rund 20.000 Euro Bargeld, das zum Großteil aus dem illegalen Zigarettenhandel stammte. Auch drei weiteren Schmugglern - einem Österreicher sowie zwei Serben - konnte man im Zuge des Einsatzes das Handwerk legen. Darüber hinaus wurden Waffen wie etwa Schlagringe und eine Schrotflinte sichergestellt, ebenso neun Fahrzeuge, die für den Transport und die Verteilung der Tabakwaren zum Einsatz gekommen waren.

250.000 Euro Gesamtschaden für den Steuerzahler
Großen Anteil am Erfolg der Hausdurchsuchungen hatten die beiden eingesetzten Diensthunde des Zolls, die etwa 12.400 Stück Zigaretten erschnüffelten, die im Küchenblock einer Wohnung eingebaut waren. Bei den Durchsuchungen von Kellerabteilen spürten die Vierbeiner weitere 27.400 Stück Zigaretten auf. Zusätzlich wurden gestohlene Autoteile entdeckt. Der Schaden hierbei beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand schmuggelten die Täter seit dem Jahr 2014 insgesamt 1.292.400 Stück Zigaretten nach Österreich. Der Gesamtschaden für den Steuerzahler beläuft sich auf etwa 250.000 Euro. Der Strafrahmen beträgt bis zu fünf Jahre Haft und bis zu einer Million Euro Geldstrafe bzw. Wertersatz.

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