16.03.2006 09:03 |

Arme Deutsche

Kenia schickt Care-Pakete für arme Deutsche

Eine Berliner Kirchengemeinde erhielt allen Ernstes Care-Pakete aus der armen afrikanischen Republik Kenia: 300 Kilogramm Kaffee und Tee wurden für hilfsbedürftige deutsche Arbeitslose gespendet. Da fragt man sich nicht nur, ob die Welt nun verrückt geworden ist, sondern unweigerlich auch: „Wie schlecht muss es unseren armen Nachbarn wirklich gehen?“

Thomas Lübke (44) ist Pfarrer einer evangelischen Gemeinde in Berlin Schöneberg und sammelte früher massenhaft Spenden für Afrika. Dieser Tage ist er mit der Armut in seinem eigenen Land befasst und teilt jede Woche Essen an 130 Hilfsbedürftige Berliner aus.

Es dauerte nicht lange, da erfuhren Mitarbeiter des Spitals in Malindi (Kenia) von den Zuständen, die in Deutschland herrschen. Der Pfarrer hatte dem Krankenhaus seit Jahren Medikamente geschickt – Jetzt beschlossen die Mitarbeiter im Gegenzug, dem Pfarrer unter die Arme zu greifen.

So sammelte man Geld im Spital und verschickte 300 Kilo Kaffee und Tee nach Deutschland – in das Land, welches bisher Kenia unterstützt hat. „Spende für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland“ stand auf den Paketen. Wirklich nett!

Freitag, 18. Juni 2021
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