14.03.2006 13:30 |

"Frischefanatiker"

Österreicher legen Wert auf Frische und Bio

Wenn es ums Essen geht sind die Österreicher zunehmend naturbewusste Frischefanatiker. Der Markt für frische Lebensmittel (exklusive Brot) ist 2005 um 1,4 Prozent auf 4,79 Milliarden Euro (2004: 4,78 Milliarden Euro) gewachsen. Daran ist laut Agrarmarkt Austria der boomende Bio-Bereich mit einem Wertplus von 13,3 Prozent und einem Mengenplus von 12,7 Prozent maßgeblich beteiligt.

Am meisten Geld gaben die Österreicher im Vorjahr für Schnittkäse aus, der mit einem Gesamtumsatz von 203 Millionen Euro zum verkaufsstärksten Frischeprodukt Österreichs avancierte. Frischmilch wurde somit auf Platz zwei des AMA-Rankings verdrängt.

Unangefochtener fleischiger Spitzenreiter ist und bleibt das Schweinefleisch, das seine Vormachtstellung weiter ausbauen konnte und an dritter Stelle des Rankings liegt. Insgesamt wurden im Vorjahr 34.168 Tonnen Schweinefleisch im Wert von 182 Millionen Euro verkauft.

Geflügelfleisch trotz Vogelgrippe beliebt
Trotz Vogelgrippe ist der Verzehr von Geflügelfleisch 2005 um 0,4 Prozent gestiegen. Allerdings gab es seit dem Auftreten der Vogelseuche in den letzten vier Monaten einen Absatzrückgang um neun Prozent.

Ein leichter Mengenrückgang wurde 2005 beim Rindfleisch festgestellt, der aber durch einen Wertzuwachs wieder wettgemacht wurde.

Bio-Eier liegen voll im Trend
Eindeutige Sieger am florierenden Biomarkt, der von 2004 auf 2005 mengenmäßig um 12,7 Prozent auf 84.817 Tonnen angewachsen ist, sind Bio-Eier. Im Lebensmitteleinzelhandel hat sich der Anteil von Bio- Eiern von 2002 auf 2005 wertmäßig fast verdreifacht, die Mengensteigerung liegt bei 17 Prozent.

Kontinuierlich nach oben haben sich auch Fruchtjoghurt, Erdäpfel und Butter entwickelt. Der Griff zur Margarine wird wieder seltener. Als Lieblingsgemüse hat sich 2005 der Paradeiser herauskristallisiert, beim Obst sind es Bananen und Äpfel.

Donnerstag, 13. Mai 2021
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