13.03.2006 10:24 |

Autobomben

Mehr als 50 Tote bei Anschlägen in Bagdad

Mehr als 50 Menschen sind bei einem schweren Anschlag in dem vorwiegend von Schiiten bewohnten Bagdader Armenviertel Sadr-City am Sonntagabend ums Leben gekommen. Mindestens 200 Menschen seien verletzt worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf Angaben des Innenministeriums in Bagdad. Kurz hintereinander waren mehrere Autobomben explodiert.

Bereits am Morgen waren bei einem Attentat auf eine US- Militärpatrouille sechs Iraker getötet worden. Die US-Soldaten blieben unverletzt.

Sprengsatz in Flugzeug entdeckt
Auf dem internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt entdeckten Sicherheitskräfte am Sonntag einen Sprengsatz, der im Gepäck einer Maschine nach Jordanien versteckt war. Wie der US-Sender CNN berichtete, war der Sprengstoff in einer Zigarettenschachtel verborgen. Bis auf weiteres sei deshalb US-Soldaten und Botschaftspersonal die Nutzung kommerzieller Airlines im Irak untersagt worden.

Ohne konkretes Ergebnis endete am Sonntag ein Treffen zwischen Übergangspräsident Dschalal Talabani und dem designierten Regierungschef Ibrahim al-Dschafari, bei dem es um einen Ausweg aus der Krise bei der Bildung der neuen Regierung ging. Al-Dschafari sagte anschließend, die Differenzen müssten "auf demokratischem Weg und nicht durch Unterdrückung und mit diktatorischen Mitteln" aus dem Weg geräumt werden. Die Kurden und Sunniten sowie ein Teil der religiösen Schiiten-Allianz, zu der Al-Dschafari gehört, lehnen seine Ernennung zum Chef der neuen Regierung ab.

Symbolbild