09.03.2006 11:38 |

Gene und Kaffee

Gene bestimmen: Kaffee- genuss oder Infarktrisiko

Der morgendliche Kaffee – für die meisten Menschen ein Muss! Die Wirkung des Stoffs, der den Start in den Tag erleichtern soll, ist aber von Frühaufsteher zu Morgenmuffel verschieden: Laut einer Studie der Universität Toronto ist das Tempo des Koffein-Abbaus von den Genen abhängig. Und damit auch der Einfluss des Erweckungssafts auf die Gesundheit. Denn je länger Koffein im Kreislauf zirkuliert, umso schädlicher wird der Stoff der Wachsamkeit für das Herz.

Nicht weiter verwunderlich: Denn Kaffee wirkt laut einer US-Studie aus dem Jahr 2004 wie eine Droge. Und wie das bei Drogen so ist: Die Wirkung differiert von Mensch zu Mensch und übertriebenes Reinschütten ist der Gesundheit eben abträglich.

Der Leiter der Studie, Ahmed El-Sohemy, verweist darauf, dass Kaffeetrinker mit Turbo-Abbau-Genen ihr Herzinfarkt-Risiko um 22 Prozent reduzieren. „Für diese Menschen haben zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag medizinische Heilwirkung.“ Bei einem Zeitlupen-Stoffwechsel steigt das Infarkt-Risiko sogar! Bei drei Tassen am Tag um 36 Prozent, bei mehr als vier Tassen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit sogar um fast zwei Drittel.

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