So, 19. August 2018

Nach Tournee-Auftakt

30.12.2014 13:42

Deutsche frustriert: "Sind kläglich gescheitert"

Die mit hohen Erwartungen angetretenen Tournee-Co-Gastgeber aus Deutschland haben in Oberstdorf einen frustrierenden Auftakt hingelegt. "Das war eine Ohrfeige. Wir sind kläglich gescheitert", fasste der österreichische DSV-Cheftrainer Werner Schuster die enttäuschende Leistung seiner Truppe zusammen.

Als Bester seines Teams landete der als Mitfavorit eingestufte Skiflug-Weltmeister Severin Freund auf dem 13. Platz. Engelberg-Sieger Richard Freitag belegte Platz 15.

"Eine Katastrophe"
"Ich habe mir in den kühnsten Träumen nicht ausmalen können, dass unsere Topleute so schlecht springen können", meinte Schuster. Er habe zwar schon einige Rückschläge erlebt, aber ein derartiger Absturz sei "schon erstaunlich". Dass seine Spitzenleute so danebenhauen, sei eine Katastrophe, räumte der "sehr, sehr enttäuschte" Vorarlberger ein.

Auch die angesprochenen Springer waren frustriert. "Die Sprünge waren einfach schlecht", räumte Team-Olympiasieger Freund ein. "Der Frust ist ziemlich groß. Ich weiß nicht, warum es ausgerechnet bei der Tournee nicht hinhaut", sagte Freitag.

Letzter Sieg von Hannawald liegt zwölf Jahre zurück
Die Deutschen sind in Tournee-Springen nun schon seit 48 Bewerben sieglos – den letzten Tageserfolg hatte Sven Hannawald vor zwölf Jahren in Oberstdorf geschafft. "Erneut frustriert, weil ich weiß, sie haben es drauf und sind leider wieder in Oberstdorf gescheitert", twitterte Hannawald.

Schuster möchte seine Mannen nun bei den drei restlichen Bewerben zumindest in der Tageswertung vorne sehen. "Die Tournee werden wir nicht gewinnen, aber wir werden alles daran setzen, bis Bischofshofen noch Erfolgserlebnisse zu bekommen. Wir müssen das jetzt lösen, damit wir kein Tournee-Trauma kriegen", betonte Schuster. Die Mannschaft müsse ihre eigentlich hohe Qualität – angefangen beim Neujahrsspringen in Garmisch – unter Beweis stellen, forderte er.

ÖSV-Adler wie deutsche Weltmeister-Kicker
Im Gegensatz zu seinen verkrampft aufgetretenen Athleten seien die Österreicher mit Leichtigkeit zu Werke gegangen. Schuster verglich seine Landsleute mit den deutschen Weltmeister-Kickern. "Sie haben dieses Selbstverständnis, ähnlich wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft". Diese spiele vor der WM auch oft Rumpelfußball, "dann aber sensationell, weil jeder mit breiter Brust hingeht."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Vizeweltmeister
Kroate Strinic muss wegen Herzproblemen pausieren
Fußball International
Debakel gegen WAC
Mattersburg-Trainer Baumgartner vor dem Aus
Fußball National
Sieg für Benavides
Walkner beendet Atacama-Rallye auf Rang vier
Motorsport
Premier League
Chelsea gewinnt London-Derby gegen Arsenal
Fußball International
Grand Prix in Göteborg
Weißhaidingers Sensationslauf hält an
Sport-Mix
Ligue 1
PSG jubelt dank Mbappe und Neymar
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.