24.02.2006 23:22 |

Krisensitzung

Europa sagt Vogelgrippe den Kampf an

Die Europäische Union sagt der Vogelgrippe den Kampf an. Die Gesundheitsminister der 25 EU-Mitgliedstaaten haben bei einem Treffen in der Wiener Hofburg gemeinsam mit Vertretern von Gesundheitsorganisationen beschlossen, in Hinkunft "mit einer Stimme" zu sprechen.

Bereits vor Beginn der Arbeitsgespräche hob Gesundheitsministerin Rauch-Kallat das "entschlossene gemeinsame Handeln der Behörden" innerhalb der EU hervor, lobte die gute Zusammenarbeit und bekräftigte, dass noch in keinem der 25 Mitgliedstaaten ein Verdachtsfall bei Hausgeflügel aufgetreten sei.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Gesprächen am Freitag kommunizierte Rauch-Kallat: "Wir brauchen eine offensive transparente Informations-Politik - vor allem für Risikogruppen wie Kinder, Senioren, Ärzte, Tierzüchter und Reisende." Deshalb sei es wichtig, dass innerhalb der EU eine "Common Language" entwickelt werde, um die Bürger so klar und rasch wie möglich zu informieren. Auf Vorschlag Griechenlands soll eine EU-weite Medienkampagne gestartet werden.

Die aktuellen H5N1-Fälle bei Wild- und Wasservögeln, aber auch bei Geflügel innerhalb der EU stelle derzeit "ein geringes aber nicht zu unterschätzendes Risiko für die Bevölkerung dar", kamen die Delegierten zum Schluss. Die weitere Entwicklung des Virus müsse aber genau beobachtet werden. Über einen von der EU koordinierten Medikamentenankauf werde in Kürze entschieden, betonte EU-Kommissar Kyprianou.

Dienstag, 22. Juni 2021
Wetter Symbol