Sa, 22. September 2018

Zitrus, Lavendel ...

08.01.2015 15:05

Mit Duftölen aktiv und fröhlich in das neue Jahr!

Sie gehören zur Winterzeit wie Kekse und Kerzen: Raumdüfte vermitteln in den kalten Tagen Gemütlichkeit und Wohlbehagen. Doch nach den Feiertagen ist in vielen Haushalten Schluss mit Duftlampen und Co. Falsch, sagen Duftöl-Experten. Denn mit den richtigen Duftölen kann dem Winterblues erfolgreich der Kampf angesagt werden.

Kahle Bäume und grauer Himmel – für viele ist der Jänner der Monat des Durchkämpfens. Hochwertige ätherische Öle, richtig ausgesucht, können hier zur Stimmungsaufhellung beitragen. Ein Wundermittel gegen alle seelischen Verstimmungen sind diese Duftöle freilich nicht, doch sie können dabei unterstützen, sich fröhlicher, konzentrierter und nicht zuletzt aktiver zu fühlen.

Riechen Sie sich munter!
Mittlerweile wissenschaftlich bewiesen ist, dass ätherische Öle über den Geruchssinn direkt auf das Gehirn einwirken und Hormonsystem sowie Psyche beeinflussen. Bekannt ist auch die Verbindung zwischen Geruch und Gedächtnis. Viele Erlebnisse verbinden wir direkt oder indirekt mit Gerüchen. In den USA findet mittlerweile eine Reihe von Experimenten statt, deren Ziel es ist, mit bestimmten Düften das Erinnerungsvermögen von Alzheimer-Patienten positiv zu beeinflussen.

Im Dezember besonders beliebt sind Duftmittel, die vor allem gemütliche, heimelige Stimmung verbreiten und wärmend wirken. Doch im müden Jännermonat sind aktivierende Duftöle gefragt: Orange, Zitrone und Mandarine können ebenso wie Grapefruit oder Limette den ersehnten Frische-Kick geben. Und noch mehr.

Konzentriert und wach durch den Tag
In München wurde ein Projekt durchgeführt, in dessen Rahmen getestet wurde, wie bestimmte Düfte auf Lern- und Konzentrationsfähigkeit von Schülern wirken. Festgestellt wurde dabei, dass der Duft von Zitrusfrüchten stimulierend auf das Gehirn wirkt.

Also, warum nicht auch versuchen, ob der Duft von Zitrone, Grapefruit und Co. es nicht auch leidenschaftlichen Langschläfern und Morgenmuffeln viel einfacher macht, voll in den (Berufs-)Alltag zu starten? Und noch einen Nebeneffekt können die Zitrusdüfte für sich verbuchen: Nicht nur konzentrierter, sondern auch ungleich kommunikativer sollen sie die "Duft-Schnüffler" machen.

Wer übrigens die ersten Tage des Jahres gerne grantelnd verbringt: Mischungen aus frischem Lavendel und Zedernholz wirken sowohl anregend wie auch beruhigend.

Gute Qualität ist wichtig
All die positiven Eigenschaften der verschiedensten Duftöle können sich jedoch nur dann entfalten, wenn es sich um eine einwandfreie, hochwertige Qualität handelt. Denn bei Weitem nicht alles, was nach Natur im besten Sinn riecht, ist es auch. Gerade bei ätherischen Ölen ist es beim Kauf meist schwierig, echte von gestreckten, gepantschten oder überhaupt synthetischen Ölen zu unterscheiden.

Zwar kann der Preis einen Hinweis auf die Qualität geben, muss es aber nicht. Denn die Anforderungen bei der Herstellung sind höchst unterschiedlich, was sich auch im Preis niederschlägt.

Echtes Rosenöl um vier Euro? Kann nicht sein. Denn 30 aufgeblühte Rosenblüten ergeben gerade einmal einen einzigen Tropfen echten Rosenöls. Stolze 5.000 Kilogramm Rosenblüten werden für ein Kilogramm Rosenöl benötigt. Im Großhandel etwa schlägt sich das auch mit einem Preis von rund 5.000 Euro pro Kilo (Bulgarische Rosen) nieder. Anders dagegen beim Lavendel, der als wahrer Alleskönner in Sachen Entspannung und Nervenberuhigung gilt. Hier reichen bereits 120 Kilogramm Lavendel für ein Kilogramm Lavendelöl.

Achtung: Die Bezeichnung "Echtes ätherisches Öl" ist nicht geschützt und bietet daher auch noch keinerlei Reinheits- oder Qualitätsgarantie.

Weniger ist mehr
Hochwertige ätherische Öle haben den Vorteil, dass bereits wenige Tropfen für lang anhaltende Dufterlebnisse sorgen. Grundsätzlich gibt es folgende Anwendungsmöglichkeiten: Als Duftöl (z.B. Duftlampe), im Rahmen der Aromatherapie werden ätherische Öle auch inhaliert und sie können direkt auf die Haut aufgetragen werden, z.B. bei einer Aroma-Massage.

Achtung: Inhalationen sowie direkte Anwendungen auf der Haut sollten stets unter Aufsicht und Begleitung von fachkundigen Personen erfolgen. Selbstversuche sind hier nicht angesagt und können unter Umständen gesundheitsgefährdend sein!

Übrigens Gesundheit: Gerade die echten, hochwertigen Öle können Haut und Schleimhäute reizen und sogar allergische Reaktionen hervorrufen. So ist z.B. Zimtöl dafür bekannt, dass es zu Kopfschmerzen und brennenden Augen kommen kann.

Tipp: Ist man sich nicht sicher, kann man mögliche allergische Reaktionen austesten, indem man einen Tropfen des ätherischen Öls mit Speiseöl vermengt und diese Mischung dann auf Handrücken oder Armbeuge träufelt. Rötet sich die Haut, ist es jedenfalls besser, diese Duftnote künftig zu meiden.

Einige "dufte" Tipps

  • Qualität: Hundertprozentig natürlich ätherische Öle weisen meist bestimmte Kennzeichnungen auf, z.B. Pflanzenname, Füllmenge, Verfahren der Gewinnung, Chargennummer, Herkunftsland, Datum der Gewinnung, Angaben über Anbau, Lieferantennamen und Sicherheitshinweise.
  • Biologischer Anbau: Bevorzugt werden sollten "100 Prozent natürlich ätherische Öle aus biologischem Anbau".
  • Öl-Alternativen: Es müssen ja nicht immer hochwertige Öle für erfrischende Dufterlebnisse sein. Bekannt etwa sind die Orangenschalen, die auf der Heizung getrocknet werden, oder aber auch das Päckchen Vanillezucker, das mit einer Nadel angestochen und dann auf die Heizung gelegt wird. Vanillegeruch hebt nicht nur die Stimmung, sondern hilft auch beim vielfach angesagten Fasten nach den Schlemmertagen, da der Geruch gegen Heißhunger-Attacken helfen soll.

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