23.02.2006 13:08 |

Für Brutalo-Video

Bub bei "Spaßrauferei" bewusstlos geprügelt

Fünf Jugendliche prügeln in einem Park der oberösterreichischen Stadt Wels einen 15-Jährigen bewusstlos und filmen die Schläge mit der Handy-Kamera. Geschockte Passanten holen die Polizei - dabei war die brutale Rauferei nur gestellt, um mit dem Kurz-Video anzugeben. Doch das vermeintliche Opfer verlor durch die eng angelegten Fesseln tatsächlich das Bewusstsein...

Bisher ist nur dieser Fall bekannt, die Angst vor Nachahmern scheint dennoch begründet: Diese "Form der Kommunikation", die in anderen Ländern als "Happy Slapping" bezeichnet wird, ist längst auch in Österreich verbreitet, so die Jugendanwaltschaft Wien.

"Opfer" musste ins Krankenhaus
Auf dem Handy eines der der Burschen im Alter von 15 und 16 Jahren fand die Polizei einen zweiten Film, der eine Rauferei zeigte. Dabei sei allerdings niemand verletzt worden. Die "Spaßrauferei" in Wels hätte dennoch böse enden können, weil der 15-Jährige tatsächlich das Bewusstsein verlor - vermutlich, weil die Klebeband-Fesseln zu eng angelegt waren. Der Bursche musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Experten warnen vor "Happy Slapping"
"Happy Slapping" nahm seinen Ausgang in England, wo Jugendliche seit Monaten willkürlich auf Passanten einschlagen. Die Videos lassen sie im Internet oder zumindest im Freundeskreis kurieren. Heimische Experten warnen eindringlich vor dem neuen "Trend".

Foto: Symbolbild

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