Mi, 15. August 2018

US-Studie warnt:

11.12.2014 17:28

Weichmacher senken Intelligenz von Kindern

Häufiger Kontakt mit Weichmachern während der Schwangerschaft wirkt sich negativ auf die Intelligenz von Kindern aus. Das geht aus einer US-Studie hervor. Demnach haben Schulkinder in den USA, deren Mütter im Körper hohe Phthalat-Werte aufwiesen, einen um durchschnittlich sechs Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) im Vergleich zu Kindern, deren Mütter nur gering mit Weichmachern belastet waren.

Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Mailman School of Public Health an der Columbia Universität in New York publiziert. Die Forscher um die Epidemiologin Pam Factor-Litvak rieten Schwangeren dringend, Weichmacher möglichst aus ihrem Leben zu verbannen.

In Raumsprays und Verpackungen enthalten
"Schwangere sind USA-weit fast täglich Phthalaten ausgesetzt", warnten die Wissenschaftler. Während es Beschränkungen für Weichmacher in Kinderspielzeugen gebe, fehlten gesetzliche Vorschriften für Höchstwerte während der Schwangerschaft. Dabei sei gerade diese Entwicklungsphase eine der wichtigsten für das menschliche Gehirn. Weichmacher finden sich außerdem häufig in PVC, Raumsprays, Verpackungen für Mikrowellen-Fertiggerichten sowie in vielen Plastik-Recyclingprodukten.

Die Studie ist die erste, die einen Zusammenhang zwischen pränatalen Phthalat-Belastungen und der IQ-Ausprägung bei Schulkindern im Alter von sieben Jahren belegt. Demnach wiesen die Kinder stärker belasteter Mütter, welche die höchsten Konzentrationen von DnBP (Di-n-butylphthalat) und DiBP (Diisobutylphthalat) im Körper hatten, um 6,6 beziehungsweise 7,6 Punkte niedrigere IQ-Werte auf als Kinder aus der Vergleichsgruppe mit den geringsten Vorbelastungen.

Auch Bildung und IQ der Mutter berücksichtigt
Einbezogen in die Auswertung wurden auch die IQ-Werte der Mütter, ihre schulische Bildung sowie die Umweltbedingungen der Familienwohnorte. Epidemiologische Studien können allerdings keinen Nachweis für ursächliche Zusammenhänge erbringen.

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