Do, 18. Oktober 2018

Mann stürmte Saal

10.12.2014 18:50

Flaggen-Protest bei Nobelpreis-Zeremonie

Während der Friedensnobelpreisverleihung ist es am Mittwoch im Osloer Rathaus zu einem Zwischenfall gekommen. Just in dem Augenblick, als Malala Yousafzai geehrt werden sollte, stürmte ein Mann mit einer mexikanischen Flagge aufs Parkett und stellte sich beim Fototermin neben die 17-jährige Pakistanerin. Sicherheitsbeamte reagierten sofort und führten den Mann ab.

Laut Polizei wollte der Demonstrant auf das Schicksal von 43 mexikanischen Studenten aufmerksam machen, die Ende September entführt und wenig später ermordet worden waren. Oslos Polizeichef John Fredriksen sagte nach dem Vorfall, der junge Mann sei Ende November in Norwegen eingetroffen und habe Asyl beantragt. Er sei "beunruhigt über die politischen Entwicklungen in Mexiko", so die Begründung des Asylwerbers damals. Laut dem Fernsehsender TV2 bat der unbewaffnete Mann Malala auf Englisch, "die Studenten in Mexiko nicht zu vergessen".

Obwohl für keinen der Teilnehmer Gefahr bestanden hatte, entschuldigte sich die norwegische Polizei nach dem Zwischenfall. "Dies ist ein Sicherheitslücke, für die wir uns entschuldigen. Das hätte nicht passieren dürfen", erklärte Polizeichef Fredriksen.

Demonstrant schlich sich mit Journalistenschar ins Rathaus
Medienberichten zufolge gelang es dem jungen Mexikaner, der selbst keine Einladung zu der Nobel-Zeremonie in Oslo hatte, inmitten von Journalisten ins Rathaus zu gelangen. Der Fall der entführten Studtenten wirft ein Schlaglicht auf die Drogengewalt in Mexiko und sorgt seit Wochen für Empörung und heftige Proteste.

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