Fr, 22. Juni 2018

Schutz vor Hacking

09.12.2014 10:47

Smartes Auto soll Manipulationen selbst erkennen

"Vernetzte Autos werden einer der nächsten ganz großen Schritte in der Fahrzeugtechnik sein", ist Armin Wasicek von der TU Wien überzeugt. Doch je mehr Computertechnik im Auto verbaut ist, umso wichtiger werden Fragen der Softwaresicherheit. Der Informatiker arbeitet daher an einem System für Fahrzeuge, das Manipulationen selbst erkennt – damit es in Zukunft nicht heißt: "Hilfe, mein Auto wurde gehackt!"

Kein anderes Gerät in unserem Alltag sei so komplex wie ein Auto, so die TU Wien in einer Mitteilung. Ungefähr 100 Millionen Zeilen Computercode und bis zu 100 Minicomputer sind demnach in modernen Fahrzeugen enthalten. Dadurch steige allerdings auch die Gefahr, dass die Software manipuliert werde. Bereits heute könne man mit recht einfachen Mitteln über die Software Einfluss auf das Fahrverhalten des Autos nehmen.

Armin Wasicek vom Institut für Technische Informatik entwickelt daher Strategien, unberechtigte Manipulationen an der Fahrzeugsoftware zu erkennen und zu verhindern. Künftig soll das Auto damit durch die eigene Sensorik automatisch bemerken, wenn etwas nicht stimmt.

Sicherheit durch Selbstdiagnose
"Wir verfolgen zwei Strategien, um Manipulationen an der Software von Fahrzeugen zu unterbinden", erklärt Wasicek. "Zum einen entwickeln wir Authentifizierungssysteme, wie man sie auch in anderen Computersystemen nutzt. Zusätzlich arbeiten wir aber auch an einem System, das ungewöhnliches Verhalten am Auto von selbst erkennt." Das sogenannte Intrusion-Detection-System untersucht demnach nicht nur, ob im Computernetzwerk des Autos merkwürdige Dinge vor sich gehen, sondern interpretiert auch das Fahrverhalten.

Schon bei der Entwicklung des Autos lerne die Software, welches Verhalten in welchen Situationen normal sei, um später die tatsächlich gemessenen Parameter damit zu vergleichen. "Wir betrachten die Software und das physische Verhalten des Fahrzeuges gemeinsam, man spricht daher von Cyber-Physical Systems", sagt Wasicek.

Ähnlich wie der Mensch eine Muskelverspannung ganz automatisch erkenne, weil er sich nicht bewegen könne wie sonst, solle in Zukunft auch ein Auto Probleme am eigenen physischen Verhalten diagnostizieren.

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