Streu-Engpass

Gemeinden wollen eigene Salz-Silos

Zwei rote Bürgermeister wollen sich vom schwarzen Landes-Salzbaron Franz Hiesl unabhängig machen, weil´s heuer vom Land einen Taumittelstopp für Gemeinden gab. In Molln und Sierning sind eigene Salz-Silos geplant. Kosten: 47.000 Euro und 70.000 €. Hiesl meint: „Warum nicht.“

„Wir haben uns auf Absprachen mit dem Land verlassen und hatten über Nacht kein Salz mehr“, ärgern sich Bürgermeister Alois Steiner aus Molln und sein Sierninger Amtskollege Manfred Kalchmair. Auf den Straßen gab´s Chaos, die Schuld wurde den Ortschefs in die Schuhe geschoben. In Sierning bekam man Lieferungen aus Steyr, das einen eigenen Salzsilo hat, und kaufte privat Salz um 140 statt um 90 € pro Tonne beim Land. Der Mollner Bürgermeister bekam einen Brief, dass es für den Ort auch weiter kein Landessalz mehr geben werde.

Jetzt will man die Salz-Unabhängigkeit. In Molln ist ein 100-Tonnen-Silo um 47.000 € geplant, in Sierning ein 200-Tonnen-Silo für 70.000 Euro. „Auch eine schriftliche Liefervereinbarung mit dem Land ist recht“, so Bürgermeister Kalchmair. Salzbaron Hiesl bleibt gelassen, man kann sich auch einen Salzhandel mit den „Aufständischen“ vorstellen.

 

 

 

Foto: Gemeinde Sierning

Mittwoch, 16. Juni 2021
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