Infektionsgefahr

West-Nil-Virus: 13 Tote in Griechenland

Ausland
20.08.2026 11:36

In Griechenland breitet sich das West-Nil-Virus weiter aus: Seit Jahresbeginn wurden 157 Infektionen und 13 Todesfälle registriert. Besonders betroffen ist der Großraum Athen. Experten warnen vor schweren Verläufen und rufen zu konsequentem Mückenschutz auf. 

Die Zahl der West-Nil-Virus-Infektionen in Griechenland ist stark gestiegen. Nach Angaben der griechischen Gesundheitsbehörde EODY wurden seit Jahresbeginn landesweit 157 Fälle registriert. 13 Menschen seien demnach infolge einer Infektion gestorben. Ende Juli waren noch 42 Erkrankungen gemeldet worden.

Bei einem Teil der Betroffenen entwickelte sich eine schwere Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem Enzephalitis, Meningitis und weitere neurologische Komplikationen. Die meisten Fälle wurden im Großraum Athen festgestellt.

Epidemiologe warnt vor Mückenstichen
Der Epidemiologe und Professor an der Universität Athen, Gkikas Magiorkinis, appellierte im griechischen Fernsehen an die Bevölkerung, sich konsequent vor Stechmücken zu schützen. Dazu gehört insbesondere die wiederholte Anwendung von Insektenschutzmitteln.

Meist milder Verlauf, aber Risiko für Ältere
Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Die meisten Infektionen verlaufen ohne Beschwerden oder führen lediglich zu leichten Symptomen. Schwere Krankheitsverläufe treten vor allem bei älteren Menschen sowie bei Personen mit bestimmten Vorerkrankungen auf.

Der Anstieg in Griechenland steht im Zusammenhang mit einer zunehmenden Zahl von West-Nil-Virus-Infektionen in Teilen Südeuropas. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der Entwicklung zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

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