So, 19. August 2018

Auto raste in Menge

23.10.2014 08:04

Baby bei Terroranschlag in Jerusalem getötet

Bei einem Anschlag in Jerusalem hat ein Palästinenser am Mittwochabend ein Baby getötet und sechs weitere Menschen verletzt. Nach Angaben der israelischen Behörden raste der 21-Jährige mit einem Auto in eine Gruppe von Passanten und versuchte anschließend, zu Fuß zu fliehen. Dabei wurde er von der Polizei angeschossen. Der junge Mann starb später an seinen Verletzungen. Israels Polizei stufte den Angriff als "Terrorakt" ein.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle im Norden Jerusalems. Die Straße trennt den israelischen Westteil der Stadt vom annektierten Osten und gehört zu den wichtigsten Verkehrsadern.

Nach Angaben der israelischen Behörden verletzte der Angreifer insgesamt sieben Menschen, darunter ein Baby. Das drei Monate alte Mädchen starb später im Krankenhaus und wurde noch am Abend in Jerusalem beigesetzt. Der Palästinenser wurde bei der Flucht angeschossen, nach Angaben des behandelnden Krankenhauses starb er am frühen Donnerstagmorgen an seinen Verletzungen.

Seiner Familie zufolge war der 21-jährige Attentäter erst kürzlich aus dem Gefängnis freigekommen, wo er eine 18-monatige Haftstrafe abgesessen hatte. Demnach ist der junge Mann ein Neffe von Muhi al Din Sharif, einem Bombenbauer der radikalen Palästinenserbewegung Hamas, der 1998 in Ramallah im Westjordanland getötet worden war.

Israel gibt Palästinenserbehörde Mitschuld
Der israelische Verteidigungsminister Moshe Yaalon gab der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) eine Mitschuld an dem Anschlag. Der Angriff in Jerusalem sei das Resultat der Erziehung der PA, die der jungen Generation beibringe, "Juden zu hassen und sie von ihrem Heimatland zu vertreiben", schrieb Yaalon am Donnerstag auf Twitter. "In der Palästinensischen Autonomiebehörde gibt es weder eine Kultur des Friedens, noch hat es sie jemals gegeben, sondern eine Kultur der Aufstachelung und des Jihad gegen die Juden."

Auch die USA verurteilten den "Terroranschlag". Außenamtssprecherin Jen Psaki kondolierte der Familie des getöteten Babys, bei dem es sich um einen US-Bürger handeln soll. "Wir rufen alle Seiten zur Ruhe auf", erklärte sie.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.