16.10.2014 15:35 |

Militärparade

Putin in Belgrad: "Serbien ist ein Freund"

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Serbien am Donnerstag bei einem Besuch in Belgrad als "nahen Bündnispartner und Freund" seines Landes gewürdigt. Putin reiste zu einer Militärparade zum 70. Jahrestag der Befreiung Belgrads im Zweiten Weltkrieg in die serbische Hauptstadt. An der Parade beteiligte sich auch die russische Kunstflugstaffel "Strischi".

Der unter den Serben äußerst populäre russische Präsident wurde in Belgrad nicht nur mit militärischen Ehren, sondern auch mit Glockengeläut von orthodoxen Kirchen begrüßt. Als erster Träger überhaupt erhielt er zudem den im Jahr 2009 geschaffenen höchsten Staatsorden, den Orden der Republik ersten Ranges.

Wenige Tage vor dem Besuch wurde im Stadtzentrum Belgrads auch ein Denkmal an den russischen Zaren Nikolaus II., ein Geschenk Moskaus, errichtet. Moskau will auch Ikonen für die größte orthodoxe Kirche Belgrads finanzieren.

Serbiens Präsident Tomislav Nikolic sagte, dass Serbien Russland zu seinen großen Freunden zähle. "Wir waren immer auf derselben Seite", sagte er. Serbien werde sich "nie schlecht gegenüber Moskau" verhalten, sagte er in Anspielung auf die Weigerung Belgrads, sich den EU-Sanktionen gegen Russland anzuschließen.

Ministerpräsident Aleksander Vucic sagte, dass Serbien das "strategische Ziel" einer EU-Mitgliedschaft habe, aber keinen Hehl daraus mache, "dass wir bestmögliche Beziehungen mit Russland erhalten möchten".

Im Rahmen des Putin-Besuchs wurden mehrere bilaterale Abkommen unterzeichnet, darunter über die Modernisierung der serbischen Eisenbahn, für die Moskau bereits 2012 einen Kredit in Höhe von umgerechnet rund 630 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hatte.

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