Di, 14. August 2018

Fuqua & Washington

08.10.2014 16:04

"The Equalizer": Denzel metzelt Russenmafia nieder

Die erste Zusammenarbeit mit Regisseur Antoine Fuqua bescherte Schauspielstar Denzel Washington höchste Hollywood-Ehren: Für seine Interpretation eines selbstgerechten Polizisten in Fuquas "Training Day" bekam er 2002 seinen zweiten Oscar. Zwölf Jahre später setzt das Duo wieder auf einen Krimi, um ein möglichst großes Publikum zu unterhalten: "The Equalizer" (ab 10. Oktober).

Denzel Washington brilliert darin als Robert McCall. Der scheinbar biedere Baumarkt-Angestellte führt ein exakt eingeteiltes Leben. Das ist schon seltsam. Selbst morgens im Bad stoppt er die Zeit. Allnächtlich isst er im selben Lokal. Und wenn er Sex will, dann nur mit der Prostituierten Teri (Chloe Grace Moretz). Als die von ihrem Zuhälter zusammengeschlagen wird, verwandelt sich Robert in eine Bestie. Aus dem netten Mann von nebenan wird eine Mord-Maschine. Warum?

Zunächst ist es vor allem diese Frage, die für Spannung sorgt. Doch die Antwort gibt's bald. Das Geheimnis von Roberts Vergangenheit wird gelüftet. Dennoch bleibt es spannend. Denn Antoine Fuqua setzt auf einen klugen Kniff: Das Publikum weiß oft mehr als die Filmfiguren. So bleibt man als Zuschauer auch gefesselt, als der Russenmafia-Schurke Teddy Robert in die Knie zwingen will. Man ahnt, dass Teddy sich die Zähne ausbeißen wird. Oder kommt es doch ganz anders?

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Allein gegen die Russen-Mafia, so das Motto dieses Ein-Mann-Rachefeldzugs, der auf der gleichnamigen TV-Erfolgsserie aus den 80ern basiert. Eine Prämisse, die Fuqua kompromisslos hart umsetzt, bekommen doch alle Bösewichte, was sie verdienen. Eine nahezu archaisch-grimmige Vergeltungsfantasie, die keine Gefangenen macht, mit dem diabolischen Charisma ihres Protagonisten spielt und in einer perfekt geschnittenen, ultrabrutalen Finalsequenz alle möglichen Heimwerkerwerkzeuge mörderisch zweckentfremdet.

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