Mo, 20. August 2018

"The Riot Club"

08.10.2014 16:17

Sex, Drugs & Rock 'n' Roll an Elite-Uni

In Großbuchstuben stehen die Attribute auf dem Filmplakat zu Lone Scherfigs "The Riot Club": verwöhnt, reich, sexy und verdorben. Gemeint sind die so elitären wie skrupellosen Protagonisten des Films, die sich in der titelgebenden studentischen Verbindung zusammengeschlossen haben. Ausschweifende und dekadente Partys sind für sie nichts Ungewöhnliches. Kinostart: 9. Oktober.

Verkörpert werden die Mitglieder des geheimen Zirkels von britischen Jungstars, darunter Sam Claflin ("Die Tribute von Panem - Catching Fire"), Douglas Booth ("Noah") und Max Irons ("Seelen"). Auch die Dänin Scherfig ist keine Unbekannte: Sie drehte bisher mehrfach ausgezeichnete Filme wie "An Education" oder "Italienisch für Anfänger".

Miles (Irons) und Alistair (Claflin) gehören zu den Frischlingen an einer der ohnehin schon renommiertesten Lehranstalten der Welt, der University of Oxford. Doch es geht noch elitärer: Gerade nämlich sucht der hochexklusive "Riot Club" - der übrigens eine fiktionale Version real existierender Eliteclubs sein soll - zwei neue Mitglieder. Namensgeber des konspirativen Vereins ist ein dem ausschweifenden Leben frönender Lord des 18. Jahrhunderts: "Alles was er tat, war exzessiv."

Nachdem Alistair und Miles das nicht eben appetitliche Aufnahmeritual, bei dem etwa mit Maden und Körperflüssigkeiten angereicherter Rotwein zu trinken ist, absolviert haben, beginnen die Vorbereitungen fürs jährliche Club-Highlight. In einem Gasthof vor den Mauern der Stadt will man bei einem Dinner Lord Riot gedenken und dabei mal wieder so richtig die Sau rauslassen. Ein Schmaus ohne Grenzen, weder finanzieller noch moralischer Art, angefeuert durch Unmengen an Alkohol und auch Kokain, in dessen Verlauf es zu einem brutalen Verbrechen kommt.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Ein durchaus packendes Drama, besetzt mit attraktiven Jungstars, deren grenzenlose Dekadenz und wüste Feierlaune einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Auch wenn der titelgebende Riot Club selbst fiktiv ist, beruht sein Porträt auf real existierenden Elite-Verbindungen wie dem Bullingdon Club, dem einst etwa der britische Premier David Cameron angehörte. Fesselnd gespielt, aber Sympathiepunkte sammeln die vor Borniertheit strotzenden Figuren keine.

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